Die meisten Versicherungsvermittler bieten schlechte Beratung
Versicherungsvermittler beraten ihre Kunden nicht besonders gut. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Oktoberausgabe. Basis für das vernichtende Urteil waren 182 Testgespräche, in denen die Beratungsleistung des Außendienstes bei der Vermittlung von Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen bewertet wurde.

Die Beratung bei Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen ist oft nur "Ausreichend".
Beim Test stellte sich heraus, dass der vermittelte Versicherungsschutz in den wenigsten Fällen dem tatsächlichen Bedarf entsprach.
Die größten Defizite
Besonders ungenügend waren die Vorschläge für alleinerziehende Frauen. Auch die wichtigen Angaben der Kunden zu Vorerkrankungen wurden oft nicht in die Versicherungsformulare eingetragen, z.B. mit dem Hinweis: „Das lassen wir besser weg“. Damit riskiert der Kunde, dass die Versicherung die Leistung später verweigert.
Die Information der Kunden über die angebotenen Verträge ließ zu wünschen übrig. Vielfach waren Versicherungsbedingungen und Produktinformationsblätter so schlecht aufbereitet, dass sie für den Kunden praktisch wertlos waren. Ein Allianz-Vertreter übergab sogar 165 lose Seiten.
Nur vereinzelt gute Beratung
Insgesamt gab es bei allen Versicherern einzelne gute Beratungen. Nirgends aber konnte man sich auf eine durchgängige Beratungsqualität verlassen.
20 "Befriedigend", 6 "Ausreichend"
Von den 26 Lebensversicherungsgesellschaften erhielten 20 ein „Befriedigend“, 6 weitere noch ein „Ausreichend“. Insgesamt am besten schnitten die Vermittler von HDI Gerling und VGH ab.
Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.
Quelle: Finanztest




