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05.11.2009
Garantiefonds und -zertifikate

Sicherheit hat seinen Preis. Warum?

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Das Bedürfnis nach Sicherheit ist bei den Deutschen sehr intensiv. Da wundert es keinen das wir die meisten Garantieprodukte haben. Doch Garantie heißt nicht von allein 100%iger Kapitalerhalt. Ebenso muss mit Anschlägen bei der Wertentwicklung in einem positiven Marktumfeld bei Garantieprodukten gerechnet werden.

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Sicherheit kostet bares Geld

Hohes Risiko: Haben Sie die Nase voll?

Wer vom auf und ab an den Börsen die Nase voll hat, kann auf Zertifikate oder Fonds mit Risikobegrenzung setzen. Garantieprodukte verbinden die Chancen der Aktienmärkte mit der Sicherheit hoher Risikobegrenzung.

Für Sie bedeutet das konkret: Steigen die Aktienkurse, folgt das Zertifikat oder der Fonds mit Abstand hinterher. Fahren Sie Verluste ein, ist zumeist der Kapitaleinsatz garantiert. Die Höhe der garantierten Rückzahlung hängt von der Wertpapierart ab.

Doch was so schön klingt, hat auch Nachteile. Insbesondere in Zeiten wachsender Börsen hinken Garantieprodukte der Wertentwicklung an den Börsen deutlich hinterher. Der Grund: Die Absicherung gegen Kursrückschläge verschlingt viel Geld.  

Vorsicht: Keine Garantie gegeben

Bei offenen – also börsentäglich gehandelten – Fonds ist keine echte Kapitalgarantie gegeben. Das Sicherungsniveau ist dynamisch und wird regelmäßig angepasst. Versagen die Sicherheitstechniken der Fondsmanager, können offene Garantiefonds auch Minus erwirtschaften.  

Experten-Tipp

Echte Kapitalgarantie bieten dagegen geschlossene Garantiefonds. Sie verfolgen eine andere Anlagestrategie: Hier werden Kursgewinne nicht mit Aktien sondern mit Termingeschäften auf Aktien und Indizes erzielt.

Die Kurssicherung erfolgt meist mit Bundeswertpapieren oder Pfandbriefen. Geschlossene Garantiefonds sammeln bis zu einem bestimmten Termin oder bis zum Erreichen eines bestimmten Volumens das Geld der Anleger ein. Danach wird der Fonds für eine festgelegte Laufzeit, häufig 5 Jahre, geschlossen.


Der Ausstieg ist erst wieder am Ende der Laufzeit möglich, allerdings greift auch erst dann die Kapitalgarantie. Wer vorher Anteile verkaufen möchte, der muss erstens einen Käufer finden und zweitens unter Umständen Verluste in Kauf nehmen.

Zudem wird bei vorzeitigem Verkauf eine Rücknahmegebühr von 1 bis 2 % fällig.

 

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Diesen Preis müssen Sie zahlen

Ganz gleich welches Garantieprodukt der Anleger wählt, die Absicherung hat ihren Preis. Diesen zahlt der Investor mit nach oben beschränkten Kursanstiegen. Anleger partizipieren nicht am vollen Kursgewinn, sondern meist nur zu 60, 70 oder 80 %.

Die Partizipationsrate ist je nach Konstruktion unterschiedlich. Steigt beispielsweise ein Börsenbarometer um 20 %, werden bei einer 60%igen Partizipationsrate 12 % Wertsteigerung an den Kunden weitergegeben.

Unter 60 % Teilhabe lohnt sich für Anleger aufgrund der äußerst geringen Wertsteigerungschancen das Investment eigentlich nicht. 

Mein persönlicher Anlage-Tipp

Garantiezertifikate und -fonds sind keine probaten Anlageform für die Altersvorsorge, sondern eher für mittelfristige Zeiträume von 5 bis 10 Jahren gedacht. Den Garantieerhalt des Vermögens müssen Sie mit zu hohen Abschlägen bei der Wertentwicklung erkaufen.

Für lange Zeiträume einer soliden Altersvorsorge fahren Sie besser, wenn Sie Ihr Kapital auf verschiedene Anlageformen aufteilen und schwächere Kapitalerträge oder gar Verluste einer Anlage durch Gewinne anderer Produkte auffangen können.

Am meisten verdient bei Garantieprodukten die Bank oder Fondsgesellschaft.  

Stichwort „Garantie-Zertifikate“ 
Garantie-Zertifikate sind auch unter dem Namen Kapitalschutz-Zertifikate bekannt.

Bei dieser Anlageform garantiert der Emittent dem Käufer, dass dieser am Laufzeitende mindestens das eingesetzte Kapital zurück erhält. Die Kapitalgarantie bezieht jedoch immer auf den Nennbetrag

- erfolgt der Bezug oberhalb dieses Preises, tragen Sie als Anleger das Verlustrisiko für diese Preisdifferenz.

Zudem kann der Kurs des Zertifikats während der Laufzeit unter den Ausgabekurs fallen. Die garantierte Rückzahlung erfolgt nur zur Fälligkeit des Zertifikats - ein Verkauf vor Laufzeitende kann dadurch zu Verlusten führen.