Sicher durch den Straßenverkehr
Der Tag der Verkehrssicherheit am 20. Juni wird groß in vielen Medien berichtet. Nutzen Sie diesen „Rückenwind“, um in Ihrem Unternehmen auf sicheres Fahren hinzuweisen - denn Tag der Verkehrssicherheit ist jeden Tag!

Tag der Verkehrssicherheit – jeden Tag!
Im Jahr 2006 registrierte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 193.983 meldepflichtige Wegeunfälle – 555 davon endeten sogar tödlich. So tragisch diese Zahlen sind – immerhin sinken die Unfallzahlen deutlich: seit dem Jahr 1991 um über 20 Prozent. Das ist eine gute Motivation, um noch mehr Energie in die Sensibilisierung für das Thema „Verkehrssicherheit“ zu investieren.
Für den verunfallten Kollegen – und auch für den Arbeitgeber – kommt es dabei gar nicht darauf an, ob der Unfall im Zusammenhang mit der Arbeit steht. Ein Verkehrsunfall der am Wochenende passiert trifft alle genauso wie ein „echter“ Wegeunfall. Nach vorläufigen Ergebnissen zählte die Polizei allein im Januar 190.800 Straßenverkehrsunfälle. Die Krankengeschichten, die hinter diesen Zahlen stehen, beeinflussen dabei nicht nur die Verletzten und ihre Angehörigen. Auch an ihren Arbeitsplätzen fehlen sie und der Unfall kann für den Arbeitgeber teuer werden. Spezialisten fallen für Wochen aus, Ersatz ist nicht oder nur aufwendig zu finden und die Arbeit bleibt unerledigt.
Anlassbezogen sensibilisieren
Das Thema Verkehrssicherheit ist immer aktuell. „Jedes Unternehmen sollte Verkehrssicherheit zur Chefsache erklären und in seiner Sicherheitsphilosophie berücksichtigen“, meint Jochen Lau, Referatsleiter Prävention beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Gleichzeitig rät Lau, das Thema anlassbezogen anzusprechen. Ein Aufhänger ist beispielsweise der Tag der Verkehrssicherheit oder der kommende Urlaub.
Andocken an Kampagnen
Der DVR ist der wichtigste Partner für das Thema im Betrieb: Die Berufsgenossenschaften und der DVR führen seit Anfang der 80er Jahre das gemeinsame Programm „Sicherheit auf allen Wegen“ durch, das sich an Berufstätige und Auszubildende richtet. Kooperationen mit Berufsgenossenschaften und Betrieben führen zu präventiven Maßnahmen, die Unfälle verhindern und Arbeitgebern dadurch Geld sparen.
So fordert das Bundesverkehrsministerium mit einer neuen, emotionalen Plakatserie der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ in den kommenden Monaten zu angepasster Geschwindigkeit und gegenseitiger Rücksicht auf.
Beratung durch den DVR
Der DVR unterstützt Unternehmen in Fragen rund um das Thema Verkehrssicherheit. Darüber hinaus bietet er Beratung zu einer qualifizierten und langfristigen Integration der Verkehrssicherheitsarbeit in das Alltagsgeschehen der Betriebe an.
Checkliste: Urlaubs-Sicherheits-Check
Zustand von Fahrer und Fahrzeug:
1. Für den Fahrer gilt, fit und ausgeruht starten – nicht abgehetzt aus dem Büro und ab auf die Autobahn.
2. Am Auto sollten vorher unbedingt:
- Ölstand,
- Bremsen,
- Scheibenwaschanlage,
- Beleuchtung,
- Kühlwasser und
- vor allem die Reifengründlich
gecheckt werden.
3. Besonderheiten Bei entsprechender Beladung ist der Luftdruck in den Autoreifen anzupassen. Experten empfehlen, bei höherer Beladung auf längeren Strecken den Luftdruck um 0,2 bar zu erhöhen. Auch die Profiltiefe muss gemessen werden. Wichtig: Das fünfte Rad am Wagen nicht vergessen!
Für spezielle Branchen und zu speziellen Themen hat der DVR außerdem qualifizierte Beratungsangebote entwickelt.
- Fit unterwegs – Fahrertraining im Betrieb – ein für jeden Betrieb maßgeschneidertes Beratungs- und Trainingskonzept
- Betriebsberatung Verkehrssicherheit und Arbeitswelt – ein Beratungskonzept für alle Aspekte der betrieblichen Verkehrssicherheit
- Mehr Sicherheit. Weniger Kosten – das Programm mit neuen Methoden der Qualitäts- und Sicherheitsarbeit – speziell für Transportunternehmen
Fordert ein Betrieb einen DVR-Berater an, bespricht dieser zunächst gemeinsam mit der Betriebsleitung die möglichen bzw. vorhandenen Probleme. Dann wird nach Möglichkeiten gesucht, das Konzept umzusetzen. Danach unterbreitet der Berater dem Betrieb ein entsprechendes Kostenangebot.
Der Erfolgsfaktor bei den betrieblichen Maßnahmen ist das Einbinden der Mitarbeiter. Denn sie kennen die Schwachstellen in betrieblichen Abläufen häufig am besten. Nur so lässt sich Verkehrssicherheitsarbeit wirkungsvoll auch in den betrieblichen Alltag integrieren.
Auch das Training „Fahr und spar mit Sicherheit – Sicher, wirtschaftlich und umweltschonend fahren“ ist in der betrieblichen Umsetzung ein gutes ergänzendes Angebot. Das Programm findet im Realverkehr statt und kostet pro Teilnehmer rund 60 €. Es wurde mehrfach evaluiert.
Redaktionsbüro Schneider



