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09.03.2011
Effektives Selbstmanagement

Fit durch den Berufsalltag

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Führen ist heute Hochleistungssport: Von morgens bis abends müssen Sie voll konzentriert Ihre Aufgaben erfüllen. Kurzfristig hinzukommende dringliche Termine und Projekte erhöhen den Zeitdruck in Ihrem Arbeitsalltag. Reisen erfordern oftmals ein frühes Aufstehen, Geschäftstermine dauern in der Regel bis in die späten Abendstunden.

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So halten Sie sich im Berufsalltag fit

Bewegen Sie sich

Beginnen Sie Ihren Tag, indem Sie sich morgens zunächst ausgiebig strecken und dehnen - bevor Sie aus dem Bett steigen.

Atmen Sie auf Ihrem Weg zur Arbeit bewusst tief Luft ein, damit Sauerstoff in alle Körperteile gelangt.

Nutzen Sie sowohl in Ihrer Arbeitsumgebung als auch zu Hause jede Möglichkeit, sich zu bewegen. Sie fördern so Ihre gesamte Körperdurchblutung:

  • Verschmähen Sie den Aufzug, steigen Sie lieber Treppen.
  • Delegieren Sie nicht alle „Botengänge", sondern nutzen Sie diese als „kleine Spaziergänge“.
  • Bemühen Sie sich selbst zum Drucker, Kopierer oder zum Postausgangskorb.
  • Bewegen Sie sich mindestens dreimal pro Woche sportlich (Schwimmen, Nordic Walking, Fahrradfahren, Jogging).

Mein Rat

Binden Sie Ihre sportliche Aktivität so in Ihren Alltag ein, dass es nicht in Stress ausartet (z. B. „Ich muss heute aber noch …“ oder „Es gehört zu einer erfolgreichen Führungskraft regelmäßig zu joggen/mindestens einen Marathon gelaufen zu haben.“). Es wirkt sich auf Ihr körperliches und geistiges Befinden auch positiv aus, wenn Sie beispielsweise täglich mit Ihrem Hund spazieren gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

 

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Wechseln Sie häufig Ihre Haltung

Richten Sie sich beispielsweise in Ihrem Büro eine Ecke ein, in der Sie im Stehen …

  • Ordner sichten,
  • Unterlagen sortieren oder
  • Briefinhalte zusammenstellen.

Von dieser Maßnahme profitieren übrigens auch Ihre Augen. Sie können sich von der oftmals langen Arbeit am Bildschirm erholen. Machen Sie es sich außerdem zur Gewohnheit, stehend Gespräche zu führen. Dies hat zugleich den Vorteil, dass die Gespräche in der Regel zeitlich nicht ausufern.

Mein Rat 

Achten Sie darauf, dass Sie nur bei schwierigen oder wichtigen Gesprächen mit durchgedrückten Knien und in aufrechter Haltung vor Ihren Kommunikationspartnern stehen. Nehmen Sie in den Situationen, in denen Sie durch Ihre Körperhaltung keinen bestimmten Eindruck zu erzielen brauchen, bewusst eine relaxtere Haltung ein. Sie belasten so andere Muskeln – was Ihrer Wirbelsäule auf jeden Fall gut tut.

Wirken Sie Rückenschmerzen aktiv entgegen

Oftmals entwickeln sich Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich aufgrund einer andauernd falschen Arbeitshaltung. Wenn Sie viel am Computer arbeiten, dann achten Sie auf Folgendes:

  • Richten Sie den Monitor so aus, dass Sie mit leicht geneigtem Kopf auf die Bildschirmfläche sehen. Die oberste Textzeile sollte ungefähr auf Augenhöhe liegen. 
  • Setzen Sie sich immer parallel zur Schreibtischkante.
  • Sorgen Sie dafür, dass sowohl Ihre Beine als auch Ihre Arme einen 90° Grad-Winkel bei der Arbeit bilden. Stimmt zwar die Haltung Ihrer Arme und Beine, können Sie aber die Füße nicht mehr ganzflächig aufstellen, versuchen Sie Ihren Tisch in der Höhe zu verstellen. Ist dies nicht möglich beantragen Sie eine Fußstütze.
  • Sitzen Sie „dynamisch“: Lösen Sie beispielsweise Ihre Rückenlehne, damit Sie sich gelegentlich/ beim Telefonieren auch mal nach hinten lehnen können.

Wenn es dennoch öfters in Ihrem Rücken zwickt, belassen Sie es nicht dabei, nur in die Schonhaltung zu gehen. Es besteht sonst die Gefahr, dass Ihr Leiden chronisch wird. Reagieren Sie stattdessen darauf mit gymnastischen Übungen. 10 Minuten pro Tag reichen hierfür aus.

Wichtiger Hinweis 

Im Internet finden Sie unter www.rueckhalt-fuer-deutschland.de ein anschauliches Rückentrainingsprogramm, das von Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und der Techniker Krankenkasse zusammengestellt worden ist.


Dipl.-Psychologe
Gerhard Tinnefeldt