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11.05.2010
Kommunikation

Unangenehme Wahrheiten erfolgreich transportieren

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Wahrscheinlich ist es auch schon Ihnen passiert, dass Sie in Ihrer Arbeitsumgebung auf Menschen treffen, die nach Körperschweiß oder Mundgeruch riechen. Die folgenden 3 goldenen Regeln helfen Ihnen, solch unangenehme Situation zu überstehen.

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So direkt sollten Sie nur in Härtefällen vorgehen ...

1. Regel: Üben Sie im Zweifelsfall Nachsicht

Nehmen Sie Körper- oder Mundgeruch bei Kollegen oder Geschäftspartnern wahr, dann weisen Sie diese keinesfalls darauf hin.

Die Ursache hierfür muss schließlich nicht automatisch mangelnde Hygiene sein ― bestimmte Gerüche sind vielmehr symptomatisch für einige Krankheiten. Hierzu gehören beispielsweise Magen-Darm-Leiden, Zahninfektionen, Nieren- und Blasenerkrankungen oder Diabetes.

2. Regel: Schweigen Sie bei einzelnen Vorfällen

Halten Sie sich aber auch mit Äußerungen gegenüber Kollegen zurück, mit denen Sie viel zu tun haben – und die normalerweise nicht riechen. Vergessen Sie nicht: Niemand ist gänzlich vor Körper- oder Mundgeruch gefeit. Auch Sie nicht!

Unter Umständen merkt außerdem Ihre Kollege selbst, dass er heute nach Knoblauch riecht oder sein neues Hemd doch zu viel Polyesteranteil beinhaltet. Wenn Sie ihn darauf hinweisen, kann es sein, dass ihm dieser Sachverhalt so unangenehm ist, dass er direkt verbal zurückschlägt (z. B.: „Auch Du riechst nicht immer wie Rosenduft. Im Gegensatz zu Dir kann ich mich aber mit Äußerungen zurückhalten!“)

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3. Regel: Geben Sie diskrete Hinweise bei Regelmäßigkeit

Arbeiten Sie mit Kollegen zusammen, bei denen Sie regelmäßig unangenehmen Körper- oder Mundgeruch wahrnehmen, dann sprechen Sie diese diskret und unter 4 Augen darauf an. Schließlich wird der Geruch nicht nur Ihnen negativ auffallen, sondern auch den jeweiligen Kunden, Geschäftspartner und Vorgesetzten.

Beginnen Sie am besten Ihr Gespräch, indem Sie auf eigene Erfahrungen verweisen, wie zum Beispiel:

  • "Heute gab es in der Kantine/im Restaurant XY wieder dieses leckere …. Ich habe das Gericht aber nicht genommen, da man danach nicht besonders angenehm aus dem Mund riecht. ...“

  • „Eigentlich bin ich gegenüber Modetrends ja aufgeschlossen. Aber die diesjährigen Blusen gefallen mir gar nicht. Da ist ja viel zu wenig Baumwolle drin. Früher war mir das ja egal – aber heute lege ich Wert, dass meine Kleidung gerade im Sommer luftig ist und  ich so wenig wie möglich schwitze. ...“

Wenn Sie das Gespräch feinfühlig führen, ist Ihnen Ihr Kollege unter Umständen sogar dankbar für den Hinweis. Oftmals  hat er nämlich schon von Seiten anderer negative Körpersignale (z. B. abrupt ein paar Schritte zurückweichen oder sich mit dem Gesicht abwenden) wahrgenommen – er konnte diese Signale aber unter Umständen nicht richtig deuten.

Dr. Jutta Gröschl
Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.