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11.08.2009
Ratgeber

Wirken Sie – mit Ihrer Stimme

— abgelegt unter:

Sie möchten in Ihrem Arbeitsalltag bestimmte Ziele erreichen: Sie wollen Ihre Kunden von den Vorteilen eines Produkts überzeugen. Sie möchten, dass Ihre Mitarbeiter selbstständig ihre Aufgaben erfüllen. Sie möchten möglichst wenig Konflikte austragen müssen. Mit den folgenden Tipps wird Ihnen dies zukünftig leichter gelingen.

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Ihre Stimme ist ein wichtiges Instrument, um Ihre Ziele zu erreichen.

Quelle: newmacer/PIXELIO

1. Tipp: Achten Sie auf Ihre Sprechweise

Der Ton macht die Musik – das gilt auch für Ihre Stimme: Wenn Sie jemanden begegnen, der Sie nicht kennt, wird er sich zunächst ein Bild von Ihrem Äußeren machen.

Fällt dieses positiv aus, kann dennoch seine Meinung über Sie negativ beeinflusst werden, wenn Sie

> Nuscheln oder sehr betont reden

> zu leise sprechen oder sofort lospoltern

> sich beim Sprechen zu viel Zeit lassen oder zu schnell reden

Achten Sie daher auf Ihre Sprechweise – und nehmen Sie auch (wohlgemeinte) Rückmeldungen („Sprich bitte lauter, ich verstehe Dich nicht“/“Es ist äußerst anstrengend Dir zu zuhören, weil Du so lange Pausen zwischen Deinen Sätzen machst“) von Ihrer Familie, Bekannten und Kollegen dazu an.

2. Tipp: Versetzen Sie sich immer in Ihre Zuhörer

Mal ehrlich: Hören Sie jemandem interessiert zu, der Ihnen einen Monolog über die Vorteile seines Produkts oder Ihre Aufgaben hält? Wahrscheinlich nicht. Dann erwarten Sie dies auch nicht von Ihren Zuhörern!

Mit Sicherheit wird Ihnen mehr und länger Gehör geschenkt, wenn Sie sich in Ihre Zuhörer hineinversetzen. Überlegen Sie sich:

  • Möchte er etwas Konkretes von mir erfahren? („Ich bin mit Ihrer Arbeit in den folgenden Punkten ... noch nicht zufrieden. Können Sie bis ... folgendes Ziel anstreben?“)
  • Dient dieses Gespräch unserer gegenseitigen Wertschätzung? („Ich sehe, in diesem Punkt liegen wir auf einer Linie. Wie sehen Sie ...“)
  • Möchte mein Gegenüber unterhalten werden? („Wie hat Ihnen ... gefallen? Ich habe gehört, es soll sehr spannend gewesen sein.“)

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Sobald Sie sowohl das wahre Bedürfnis Ihres Gegenübers erkennen („Das interessiert mich!“) als auch stillen („Toll, jetzt habe ich Neues erfahren!“), erinnert er sich länger an Ihr Gespräch.

3. Tipp: Spielen Sie sich nicht auf

Es gibt Menschen, die reden unheimlich gern über sich selbst sowie über das, was sie tun bzw. getan haben („Also ich habe damit keine Probleme. Damit kenne ich mich gut aus. Schon seit meinem Studium beschäftige ich mich mit ...“).

Wer sich gern in den Mittelpunkt seines Sprechens stellt, muss sich nicht wundern, wenn ihm manche Kollegen oder Geschäftspartner aus dem Weg gehen. Unter Umständen eilt ihm auch schon ein entsprechender Ruf („Der schwätzt gern über sich“) voraus!

Gestehen Sie besser Ihrem Gegenüber zu, dass auch er sich gerne präsentiert. Also:

  • Geben Sie ihm mindest soviel Redezeit, wie Sie selbst gerne haben möchten.
  • Zeigen Sie, dass Sie ihm aktiv zuhören, indem Sie (Zwischen-)Fragen stellen und auf das von ihm angesprochene direkt eingehen.
  • Zügeln Sie möglicherweise vorhandene narzistischen Züge.

Es kommt bei Ihrem Gegenüber sehr viel besser und nachhaltiger an, wenn er Ihre Vorzüge und Erfolge selbst erkennt. 

Dr. Jutta Gröschl
Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.