Sehen Sie die Krise als Chance!
Die Stimmung in den Unternehmen verschlechtert sich zunehmend. Es macht jedoch wenig Sinn, wie das Kaninchen vor der Schlange auf die Folgen der aktuellen Wirtschaftsentwicklung zu warten. Werden Sie stattdessen gezielt aktiv – und stärken Sie so erfolgreich Ihre Position in Ihrem Unternehmen.
Werden Sie aktiv und bleiben Sie so auch in der Krise erfolgreich
Quelle: Stephanie Hofschläger/Pixelio
Analysieren Sie zunächst systematisch folgende Eckpfeiler Ihres Führungsbereichs:
1. Wie kundenorientiert agieren Ihre Mitarbeiter?
2. Wie effizient sind die internen Prozesse gestaltet?
3. Sind konkrete Maßnahmen initiiert und wirken diese?
4. Wird stetig an Innovationen gearbeitet, um erfolgreich zu bleiben/wieder zu werden?
5. Führen Sie Ihre Mitarbeiter ausreichend?
6. Wie bewerten Sie Ihr Standing als Führungskraft innerhalb Ihres Bereiches/Unternehmens?
Machen Sie eine SWOT-Analyse
Nutzen Sie hierfür die SWOT-Analyse:- Wo identifizieren Sie Stärken (Strength) – wo Schwächen (Weakness)?
- Wo sehen Sie Chancen (Opportunities) für Ihren Bereich – wo Risiken (Threats)?
Wenn Sie diesen Weg konsequent – gerade aktuell auch regelmäßig – beschreiten, decken Sie zum einen konkrete Handlungsfelder und Einsparpotenziale auf.
Zum anderen werden Sie auch wieder sicherer in Ihrem Auftreten als Führungskraft. Schließlich
- können sich nun sehr viel besser auf das konzentrieren, was wirklich zukunftsträchtig ist.
- erkennen Ihre Mitarbeiter, dass Sie „nicht wild agieren“, sondern gezielt Entscheidungen treffen - und konsequent handeln.
- können Sie jetzt sehr viel leichter innovative Impulse für Ihren Bereich/Ihr Unternehmen setzen, weil Ihre Führungskollegen und Vorgesetzten geradezu darauf hoffen, dass jemand „etwas tut“, damit das Unternehmen zügig aus der Krise kommt.
Agieren Sie immer gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern
Rufen Sie Ihre engagiertesten Mitarbeiter zu einem Meeting zusammen, um mit diesen die Ergebnisse Ihrer SWOT-Analyse zu besprechen:
- Stellen Sie zunächst offen die aktuelle Wirtschaftssituation des Bereiches/Unternehmens dar. Doch lamentieren Sie dabei weder, noch beschönigen Sie die Entwicklung.
- Ermutigen Sie stattdessen Ihre Leistungsträger, gemeinsam mit Ihnen den richtigen Weg aus der Krise zu suchen. Üben Sie dabei aber keinen Druck aus, sondern bitten Sie um deren fachlichen Rat und Unterstützung.
- Erörtern Sie mit ihnen Ihre ersten Überlegungen und Kostensparziele. Aber achten Sie darauf, dass am Meeting-Ende gemeinsam konkrete Maßnahmen beschlossen werden.
- Halten Sie im Protokoll konkret fest, wer welche Aufgabe übernimmt und bis wann erste/konkrete Ergebnisse vorliegen sollen.
- Vereinbaren Sie abschließend sogleich die nächsten Termine, damit diese Meeting mit Ihren engagiertesten Mitarbeiter ab sofort zu einer Dauereinrichtung wird.
Wirken Sie Gerüchten entgegen
Mit Sicherheit wird Ihr neues Meeting zunächst von den nicht eingeladenen Mitarbeitern kritisch beäugt werden.
Informieren Sie daher Ihr gesamtes Team regelmäßig und offen über
- die jeweils aktuelle ökonomische Entwicklung Ihres Bereiches/Unternehmens
- die Ziele, die das „Spezial-Meeting“ verfolgt, und
- die Ergebnisse, die bisher erfolgreich erreicht wurden.
Laden Sie alle Ihre Mitarbeiter dazu ein, durch Verbesserungsvorschläge und innovative Ideen mitzuarbeiten, um so nicht nur den Fortbestand Ihres Bereiches zu sichern, sondern ihn auch erfolgreich voranzubringen: Mit Sicherheit findet jeder Ihrer Mitarbeiter nicht nur Einsparpotenziale in seinem eigenen Arbeitsumfeld.
Bestimmt werden Ihnen auch Vorschläge unterbreitet, wie beispielsweise noch stärker Kundenwünsche berücksichtigt werden können. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie allen Ihren Mitarbeitern vermitteln, dass Sie sie als „Experten“ ernst nehmen und sie sich an Ihrer vorbildhaften Arbeitsweise orientieren können.
Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.




