So erarbeiten Sie sich konsequent mehr Zeit!
Bestimmt freuen Sie sich über neue Methoden, mit denen Sie zukünftig sinnvoller mit Ihrer Zeit umgehen können. Doch wenn Sie zurückblicken: Haben Sie diese Methoden auch konsequent angewandt – oder ist die erlernte Methode nach und nach in Ihrem Arbeitsalltag untergegangen?

Zeitmanagement nach dem EHB-Prinzip - dann klappt's auch mit der täglichen Umsetzung.
Das EBH-Prinzip ist ein einfaches System, das Sie nachhaltig daran erinnert, konsequent erlernte Zeitmanagement-Methoden umzusetzen.
Die 3 Buchstaben stehen dabei für konkrete Schritte, die Sie wie ein Ritual regelmäßig verfolgen sollten:
E = Erkennen Sie, wie die Situation aktuell ist und was in diesem Moment sinnvoll und notwendig für Sie ist?
B = Bekennen Sie, was Ihr Anteil an dieser Situation ist?
H = Handeln Sie tatsächlich in dieser Situation konsequent?
Erkennen Sie negative Verhaltensweisen
Wie oft haben Sie sich schon darüber beklagt, dass Ihnen die Zeit „zwischen den Fingern“ verrinnt? Haben Sie in diesen Momenten auch nachgedacht, woran dies liegen könnte? Vielleicht
- lassen Sie sich gerne/leicht von anderen Menschen oder Aktivitäten ablenken?
- Verplanen Sie Ihren Tagesablauf zu eng?
- Verlieren Sie sich gerne in Details?
Nehmen Sie sich vor, konsequenter auf Ihre Zeitdiebe zu achten. Hilfreich ist es, wenn Sie sich all das, was Ihnen auffällt, schriftlich notieren.
Sie erkennen dann umso leichter, wenn es bestimmte Verhaltensweisen gibt, die Ihnen regelmäßig Ihre Zeit rauben.
Bekennen Sie Ihren Handlungsanteil
Es ist aber nicht allein damit getan, Zeitdiebe zu erkennen – es ist auch wichtig einzusehen, warum diese Ihnen überhaupt die Zeit rauben können. Zwei Beispiele:
- Wenn Ihnen auffällt, dass Sie häufig durch Telefonate in Ihrer Arbeit und Konzentration gestört werden, dann fragen Sie sich: „Was trage ich dazu bei, dass ich mich stören lasse?“ Unter Umständen fällt Ihnen dann auf, dass Sie zu wenig Aufgaben an Ihre Mitarbeiter delegieren oder Sie nicht konsequent auf feste Arbeitsphasen beharren.
- Um mehr Zeit zu gewinnen, wollen Sie nun konsequent das 80-20-Prinzip anwenden, also nur noch 20 % Ihrer Zeit auf eine Aufgabe verwenden und sich mit der daraus resultierenden 80 % Leistung zufrieden geben. Schon bald merken Sie aber, dass Ihnen dies nicht gelingt, weil Sie sich „unwohl“ fühlen. Die Ursache hierfür liegt mit Sicherheit darin, dass Sie eine gewohnte Handlung – in diesem Fall Ihren Drang zu Perfektionismus – erst verändern müssen.
Wenn Sie sich nun jedes Mal bewusst fragen, ob Ihr „Unwohlsein“ daran liegt, dass Sie
- das Ergebnis noch nicht für ausreichend halten oder
- sich erst einmal an Ihre veränderte Verhaltensweise gewöhnen müssen,
- dann fällt es Ihnen umso leichter, das 80-20-Prinzip umzusetzen.
Handeln Sie konsequent
Sobald Sie bestimmte negative Verhaltensweisen erkannt und Ihren Anteil daran bekannt haben, ist es sehr viel einfacher, konsequent die nächsten Schritte zu gehen.
Bleiben Sie dennoch realistisch – und ärgern Sie sich nicht, wenn Sie hin und wieder doch in eine alte Verhaltensweise zurückfallen.
Dr. Jutta Gröschl
Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.




