Mit sozialen Netzwerken zum Erfolg
Große Unternehmen sind schon seit Jahren in Social Media wie Facebook, Twitter oder auch auf YouTube unterwegs. Eher zögerlich beginnen viele kleine und mittelständische Unternehmen erste Schritte in sozialen Netzwerken und Web-2.0-Medien. Das ist ein Fehler, denn hier zählt – wenn man‘s richtig anpackt – nicht so sehr das große Geld. So können leicht auch kleine Unternehmen erfolgreich mit den Großen konkurrieren.

Sehen Sie nicht länger zu: Nutzen Sie Social Media
Die drei besten Gründe für Social Media
- Über die Social Media erfahren Sie sehr schnell, wo Ihre Kunden der Schuh drückt: Welche Produkte kaufen sie, warum und welche Zusatzfunktionen bzw. welchen Service wünschen sie sich?
- Außerdem können Sie leicht Fragen Ihrer Kunden zu Ihren Produkten bündeln und beantworten oder Neuigkeiten über Ihre Produkte brandaktuell verbreiten.
- Schließlich können Sie sich offensiv potenziellen Mitarbeitern präsentieren und Wunschkandidaten für Ihr Unternehmen gezielt und ohne Headhunter direkt ansprechen.
Unsere Empfehlung:
Bei dem Thema Social Media zählt Einfallsreichtum. Es schadet also nichts, wenn Sie gezielt recherchieren, wie etwa Ihre Konkurrenz die neuen Medien für sich nutzt.
Facebook: Das weltweite Freundesnetzwerk
Die Fakten:
Facebook ist mit über 690 Millionen Mitgliedern weltweit – davon 12,5 Millionen in Deutschland – mit Abstand das größte soziale Netzwerk. Die Nutzung ist kostenlos. Hier treffen sich vor allem Einzelpersonen, die sich mit Gleichgesinnten vernetzen. Inzwischen nutzen auch Firmen ganz selbstverständlich Facebook, um sich zu präsentieren und mit Kunden zu vernetzen. Über Ihre Präsenz bei Facebook sprechen Sie direkt weltweit eine junge und internetaffine Zielgruppe an.
Nutzen-Tipp:
Betreiben Sie Werbung und Marktforschung: Für kleine und mittelständische Unternehmen ist Werbung über Facebook interessant, wenn sie sich an Endkunden richtet. Sie erhalten direktes Feedback, indem Sie Angebote oder spezielle Aktionen online stellen und den Facebook-Nutzern präsentieren, die zum Kreis Ihrer „Freunde“ gehören. Die bewerten dann Ihr Angebot mit dem obligatorischen Button „Gefällt mir“ oder versenden Ihr Angebot mit dem ebenfalls obligatorischen Button „Weiterempfehlen“ an Freunde und Bekannte. So machen Ihre Kunden kostenlos Werbung für Sie.
XING: Das deutsche Business Netzwerk
Die Fakten:
Xing ist ein soziales Netzwerk wie Facebook, richtet sich allerdings überwiegend an geschäftliche Nutzer im deutschsprachigen Raum. Ende 2010 waren es über zehn Millionen. Schwerpunkt bei Xing ist das Knüpfen von Geschäftskontakten.
Der Nutzen-Tipp 1:
Rekrutieren Sie Mitarbeiter: Sie können Xing gut als Plattform nutzen, über die Sie nach neuen Mitarbeitern suchen und geeignete Personen gezielt ansprechen. Zum Aufspüren eignen sich die Xing-eigene Suchfunktion sowie die fachspezifischen Diskussionsforen. Und nicht nur zum Aufspüren: So mancher fachlich Hochqualifizierte hat in heißen Diskussionen schon seinen Mangel an sozialer Kompetenz offenbart – auch dieser Hinweis kann Ihnen auf Ihrer Suche nach passenden Mitarbeitern helfen.
Der Nutzen-Tipp 2:
Profilieren Sie sich als Experte: Eine Besonderheit von XING sind die Foren bzw. Gruppen, in denen man sich zu einem Interessengebiet mit anderen Nutzern austauscht. Sie können in Xing jederzeit eine Gruppe eröffnen und sich damit als Experte profilieren. Sie müssen hier zwar auf Werbung für Ihre Firma verzichten, aber solange das Gruppenthema Bezug zu Ihrer beruflichen Tätigkeit hat, profitieren Sie und Ihre Firma sicher davon.
Unsere Empfehlung:
So könnten Sie zum Beispiel als Vertriebschef eines Autohauses für Edelkarossen die Gruppe „Traumautos“ eröffnen, in der Autoliebhaber über ihre favorisierten Automarken und Typen fachsimplen.
Weitere soziale Netzwerke
Ebenfalls sehr populär sind StudiVZ und SchülerVZ, die sich an Studenten bzw. Schüler richten und etwa sechs Millionen Mitglieder haben. Gerade für Firmen, die Studierende ansprechen wollen, bietet StudiVZ gute Chancen zur Rekrutierung von Nachwuchskräften.
Twitter: Ihr Kanal fürs Zwitschern
Die Fakten:
Twitter ist ein Dienst, über den die Nutzer Kurznachrichten (max. 140 Zeichen) versenden. Diese „Tweets“ lassen sich mit einem Webbrowser oder mit speziellen Tools lesen, wenn man die Tweets eines Autors abonniert hat. Tweets wurden ursprünglich vor allem als Mitteilungsmedium und zur Selbstdarstellung verwendet („Ich mache gerade x.“), inzwischen werden sie immer stärker für die Kommunikation und den Gedankenaustausch mit anderen genutzt.
Der Nutzen:
Firmen setzen Twitter derzeit allerdings noch überwiegend als Einweg-Kommunikationsmittel ein und versenden darüber Hinweise auf Veranstaltungen oder auf neue Produkte sowie auf Pressemitteilungen. Wegen der Beschränkung auf 140 Zeichen werden dabei zumeist Links auf Webseiten mit dem vollständigen Text verschickt.
YouTube: Ihr Kanal für bewegte Bilder
Die Fakten: YouTube ist das weltweit größte Portal, auf dem man kostenlos Videos hochladen und ansehen kann. Firmen nutzen das Portal zum Beispiel, um hier Werbevideos zu veröffentlichen und sich über Videos vorzustellen.
Nutzen-Tipp:
Die Werbebranche hat YouTube als Marketinginstrument entdeckt und setzt dabei auf witzige Videos, die – so hofft man – von Nutzern an ihre Freunde weiterempfohlen werden. Im Idealfall verbreitet sich so das Video lawinenartig und wird ein landes- oder weltweiter Hit. Allerdings werden Sie höchstwahrscheinlich kein super originelles Video mit Hitpotenzial brauchen. Denken Sie stattdessen darüber nach, wie Sie den Nutzen Ihres Produktes durch ein Video veranschaulichen können. Oder wie wäre es mit einer verfilmten Gebrauchsanweisung für Ihr Produkt? Ein Film sagt vielleicht mehr als tausend Bilder!
So finden Sie den passenden Dienstleister
Sie sind fest entschlossen, Social Media zu nutzen. Gut, dann fehlt Ihnen nur noch eine Agentur, die Ihnen beim Einstieg zur Seite steht. Doch wie erkennen Sie einen seriösen Anbieter? Hier einige praktische Tipps:
Sehen Sie sich die Website der Agentur an: Ist sie selbst bei Twitter, Facebook und auf einem eigenen Blog zu finden? Sind ihre leitenden Mitarbeiter bei Xing oder Facebook vertreten?
Ist die Agentur auf Facebook und Twitter präsent und verfügt über einen Blog, dann sehen Sie genauer hin. Sind die Beiträge aktuell und ist die Interaktion mit den Followern/Freunden lebendig?
Achten Sie außerdem darauf, dass die Agentur mit Ihnen zusammen im Vorfeld sorgfältig analysiert, wie sich Ihre Social-Media-Präsenz am besten in Ihre bestehende Marketing- und Kommunikationsstrategie einfügt. Lassen Sie sich deshalb keine Rund-um-Glücklich- Pakete verkaufen. Das wichtigste aber ist: Sie müssen bei Social Media die Kommunikation selbst aktiv gestalten – das dürfen Sie sich von keiner Agentur abnehmen lassen; auch nicht wenn sie Ihnen das anbietet.
Wagen Sie den ersten Schritt
Social Media kosten relativ wenig, erfordern aber Zeit und etwas Einfallsreichtum. Fangen Sie langsam an: Melden Sie sich auf Facebook und Xing an, sehen Sie sich auf Twitter und YouTube um. Beobachten Sie, was die Mitbewerber machen und handeln Sie dann statt nur zuzusehen.
Gerhard Tinnefeldt
Coaching ist der monatliche Beratungsbrief für Führungskräfte.




