Wirtschaftskrise erreicht Marktforschungsinstitute
Seit Anfang 2009 steigt die Zahl der Marktforschungsinstitute, die ihre wirtschaftliche Lage als schlecht bezeichnen. Die Mehrheit rechnet allerdings weiterhin mit einer stabilen Geschäftslage. Das ergibt eine aktuelle Studie von marktforschung.de.

Auch die Marktforschung bleibt nicht von der Krise verschont.
Für das "Stimmungsbarometer in der Marktforschung" befragt marktforschung.de in Zusammenarbeit mit der webfrager GmbH alle 3 Monate Vorstände und Geschäftsführer deutscher Marktforschungs- und Feldinstitute zur konjunkturellen Situation sowie weiteren branchenrelevanten Themen.
Ergebnisse der aktuellen Studie
Der mit über 43 Prozent größte Teil der Befragten stuft die derzeitige Geschäftslage des eigenen Institutes als lediglich „befriedigend“ ein.
Noch in der letzten Befragungswelle vor drei Monaten hatten die meisten Institutsleiter die Frage nach der aktuellen geschäftlichen Situation mit „gut“ beantwortet.
Dieser Wert ist von über 42 Prozent um mehr als 10 Prozentpunkte auf knapp 32 Prozent gefallen.
21 Prozent schätzen ihre Lage als "schlecht" ein
Fast spiegelbildlich dazu verhält sich der Anteil derer, die ihre Geschäftslage als „schlecht“ bezeichnen: lag der Wert zum Ende des letzten Jahres noch bei knapp 13 Prozent, so liegt er nunmehr bei über 21 Prozent.
Während die Marktforschung so wie viele andere Branchen vor 6 Monaten noch kaum etwas von der Finanzkrise spürte, verdient die Krise nun auch aus Sicht der Institutsleiter die Bezeichnung „Wirtschaftskrise“.
Deutliche Zunahme von Auftragsstornierungen
Dies korreliert mit der deutlich gestiegenen Anzahl derer, die Aufgrund der aktuellen Situation Auftragsstornierungen in ihrem Unternehmen hinnehmen mussten.
Nachdem Ende letzten Jahres lediglich gut ein Viertel der Befragten davon betroffen war, so ist dies aktuell rund die Hälfte.
Sämtliche Ergebnisse und Charts können auf marktforschung.de unter www.marktforschung.de/ abgerufen werden.
Quelle: marktforschung.de




