Damit Sie nicht aneinander vorbeireden – Zusammenarbeit mit Werbeagenturen perfekt vorbereiten
Lange geredet, endlose Telefonate zur Abstimmung, viel mehr Geld investiert als geplant und dann doch kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht – so endet es leider oft, wenn Sie sich als Heimleitung bei Ihren Werbemaßnahmen und Materialien einen Profi ins Haus holen. Manchmal hat man das Gefühl, dass Werber eine ganz eigene Sprache sprechen und nicht verstehen, was Sie wollen. Damit es bei Ihren nächsten Briefings gar nicht zu Missverständnissen kommt, sollten Sie sich auf dieses Gespräch optimal vorbereiten. Lesen Sie unseren Beitrag, dann machen Sie im nächsten Briefing eine gute Figur.

Damit Sie nicht aneinander vorbeireden – Zusammenarbeit mit Werbeagenturen perfekt vorbereiten
Schritt 1: Legen Sie die Zielgruppe fest
Welche Werbemaßnahmen für Ihre (potenziellen) Kunden geeignet sind, hängt in erster Linie davon ab, wen Sie mit Ihrer Werbung genau ansprechen wollen. Ein Beispiel: Möchten Sie Angehörige für Ihr Angebot interessieren, müssen Sie anders argumentieren als bei den zukünftigen Bewohnern selbst. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich schon im Vorfeld – am besten gemeinsam mit Ihrem Team – darauf einigen, wer Ihre Zielgruppe ist, welche Bedürfnisse sie hat und mit welchen Angeboten Sie dort am besten punkten können.
Schritt 2: Bereiten Sie einen Briefingleitfaden vor
Ansprechpartner, Kontaktdaten, fachliche Details, Ihr „Produkt“, die Kosten oder den möglichen Zeitplan: Sie sollten diese Fakten schon im Vorfeld genau abklären. Damit Sie nichts vergessen, sollten Sie mit einer Briefingcheckliste arbeiten, die Sie im Briefing mit allen Beteiligten durchsprechen. Wichtig dabei: Sie als Heimleitung haben die Gesprächsführung. Und die Gesprächsanteile sollten zumindest gleichmäßig verteilt sein. „Überrennt“ Sie ein Werbeprofi sofort mit zig Ideen und kreativen Einfällen, sollten Sie misstrauisch sein.
Schritt 3: Planen Sie eine Führung mit der Agentur ein
Sie sollten den Werbefachleuten immer einen direkten persönlichen Eindruck ermöglichen – ganz egal, ob Sie ein spezielles Angebot Ihres Hauses in den Mittelpunkt stellen (z. B. Kurzzeitpflege oder den Tierbesuchsdienst) oder Sie einen allgemeinen Flyer planen. Oft entstehen bei einem Rundgang sehr realitätsnahe Konzepte. Tipp: Ermöglichen Sie auch Gespräche mit Ihrem Team, den Bewohnern oder den Angehörigen.
Ein Bild sagt mehr als viele Worte
Werbung kommt heute nicht mehr ohne Bilder oder Fotos aus (außer Sie geben einen schlichten Werbebrief in Auftrag). Geeignet sind nur gestochen scharfe Aufnahmen. Möchten Sie Ihr Werbemittel drucken lassen, ist eine druckfähige Auflösung nötig. Begutachten Sie Ihre Fotovorschläge auf jeden Fall gemeinsam mit dem Werbefachmann direkt im Briefing und setzen Sie im Zweifelsfall lieber auf Profibilder.
Gelungene Werbebeispiele vorlegen: Ja oder Nein?
Stoßen Sie bei Ihrer Konkurrenzbeobachtung auf ein Werbemittel, das Sie gut finden, können Sie das beim Briefing durchaus vorlegen. Machen Sie aber deutlich, dass dieses Muster nur als Anregung dient und nicht 1:1 kopiert werden soll.
Praxis-Tipp
Planen Sie größere Werbeaktionen, beauftragen Sie am besten eine Full- Service-Agentur. Sie übernimmt die Gesamtabwicklung Ihres Auftrags bis hin zum Druck oder Versand.
Übersicht: wichtige Werbe-Fachbegriffe
USP = Unique Selling Proposition: Darunter versteht man in der Werbung eine spezielles Angebot oder eine Eigenschaft, die Ihre Einrichtung von allen anderen unterscheidet.
Zielgruppe: mehrere Zielpersonen, die ein gemeinsames Interesse oder Bedürfnis haben
KISS = Keep it simple and stupid: Sprache in der Werbung muss möglichst einfach und sofort verständlich sein (also keine Insiderausdrücke und Fachsprache).
AIDA = Attention, Interest, Desire, Action: Nach diesem Prinzip sind die meisten Werbemittel aufgebaut: Aufmerksamkeit erregen, Interesse hervorrufen, Begehrlichkeit wecken, in Aktion treten
Wenn´s ums Geld geht ...
Scheuen Sie sich nicht und sprechen Sie beim Briefing ganz offensiv das Thema Geld an. Haben Sie ein festes Budget eingeplant, sollten Sie den Werbefachleuten den Betrag nennen. Am besten Sie lassen sich ein schriftliches Angebot mit genauen Zahlen geben. Wichtig ist es, vor allem die Kosten für anfallende Änderungen und Korrekturen offen anzusprechen.
Sabine Krejci M.A.
Sabine Krejci M.A. arbeitet als Werbetexterin und Redakteurin. Außerdem gibt sie Fortbildungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbung.




