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01.12.2009
Mitarbeiterführung

So kommt Kritik erfolgreich an

— abgelegt unter:

Täglich gibt es in der Firma eine Menge Situationen, in denen Kritik angebracht erscheint. Da ist der Kollege, der immer die schmutzigen Kaffeetassen herumstehen lässt, oder die Mitarbeiterin, die prinzipiell fünf Minuten zu spät zur Teambesprechung erscheint. Keine Frage, hier müssen Sie handeln. Denn ein reibungsloses Miteinander stärkt die Unternehmenskultur und Sie und Ihr Team haben den Kopf frei für Wichtigeres als die Ärgernisse im Alltag.

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Keine Kritik ohne Lob

Punkt 1: Im Zweifel für den Angeklagten

Wenn etwas schief läuft, ist eines ganz klar: Als Führungskraft müssen Sie Stellung beziehen. Und zwar nüchtern, klar und konsequent. Zunächst einmal ist es aber sehr wichtig, dass Sie für sich selbst die „Schwere des Vergehens“ einstufen.

Handelt es sich um notorisches Querulantentum, oder hat Ihr Teammitglied sich einmalig falsch verhalten? Dementsprechend muss Ihre Reaktion ausfallen...

denn bei einem einmaligen Fehlverhalten ist eine umfassende Kollegenschelte unangebracht und wird sicherlich nicht den gewünschten Effekt haben.

Punkt 2: Lob und Kritik – ein Duo, das Erfolg verspricht

Sie wollen, dass Ihre Kritik auf fruchtbaren Boden fällt? Dann beherzigen Sie folgendes: Beginnen und beenden Sie das Gespräch immer mit etwas Positivem. So ist der kritisierte Mitarbeiter in der Lage, Ihren Einwand anzunehmen und muss nicht sofort auf „Kontra“ schalten.

Denn: Der erste Eindruck im Gespräch prägt, der letzte bleibt. Zum Beispiel so: „Es gefällt mir ausnehmend gut, wie Sie sich im Team eingearbeitet haben. Vielleicht könnten Sie jedoch....“

Und dann ein netter Schluss wie etwa: „Schön, dass wir eine Lösung gefunden haben. Ich bin mir sicher, das wird die Arbeit im Team künftig viel effektiver sein lassen."

 

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Punkt 3: Kritik in Ich-Form lässt Freiraum für neues Handeln

Sachlichkeit und Respekt sind die Basis für die Kritik an Ihren Mitarbeitern. Doch bedenken Sie, dass jeder – also auch Sie selbst – trotz allen Bemühens immer subjektiv empfinden wird. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Anliegen in Ich-Form formulieren.

Benutzen Sie Redewendungen wie

  • „Ich finde...“
  • „Mir ist aufgefallen...“ oder
  • „In meinen Augen...“

Und noch etwas ist wichtig: Vermeiden Sie

  • absolute Aussagen wie „immer“ oder „nie“
  • manipulative Sätze wie „Ihnen müsste doch eigentlich klar sein, dass...“ oder
  • undefinierte Gefühle „Ich spüre, dass...“ (Ich hab da so ein Bauchgefühl....)

 Dr. Patrick Hamilton, Berater und Supervisor