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10.11.2011
Sichere Führung

Die 7 Schritte einer erfolgreichen Mitarbeiterqualifikation

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Mitarbeiter mögen es, wenn sie vom Chef gefördert werden. Damit die Qualifizierung nicht nur eine Good-Will-Maßnahme bleibt, sollte eine Führungskraft diese drei Voraussetzungen prüfen: das Dürfen, das Können und das Wollen.

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Mitarbeiter wollen gefördert werden

Mit "Dürfen" ist gemeint:

- Es besteht ein Qualifizierungsbedarf
- Budget und Zeitrahmen sind eingeplant
- Dem Mitarbeiter wird eine Weiterentwicklung zugetraut

Mit "Können" ist gemeint:

- Der Mitarbeiter ist intellektuell in der Lage, die neuen Inhalte zu verstehen
- Er wird in der Lage sein, die erlernten Inhalte in der Praxis anzuwenden

Mit "Wollen" ist gemeint:

- Der Mitarbeiter möchte sich weiterentwickeln
- Er zeigt den Willen Neues zu lernen
- Er ist bereit dafür Einsatz zu zeigen

Die Einbindung von Qualifizierungsmaßnahmen in den Gesamtzusammenhang eines Unternehmens ist deshalb von großer Bedeutung. Besonders wichtig ist der Fokus auf die bedarfsgerechte Ausbildung, d.h., nicht jeder Mitarbeiter muss alles können und nicht alle Schulungen sind gleich wichtig. Im Folgenden zeigen wir anhand der 7 Schritte einer erfolgreichen Mitarbeiterqualifikation, wie Sie planmäßig vorgehen.

Schritt 1: Definieren Sie die notwendigen Fähigkeiten

Zunächst einmal müssen die Anforderungen an die Stellen definiert werden. Die Anforderungen werden durch die Kundenforderungen und demnach durch die Prozesse festgelegt. Führen Sie eine Anforderungsanalyse durch, um diese Faktoren zu bestimmen.

Schritt 2: Erfassen Sie die vorhandenen Qualifikationen

Die richtige Qualifikation Ihrer Mitarbeiter ist eine zwingende Voraussetzung für die Umsetzung von Business Excellence und somit eine Schlüsselgröße für Ihr Unternehmen. Die Qualifikation ist sowohl bei der Personalauswahl als auch beim Einsatz und der Weiterentwicklung Ihres Personals zu berücksichtigen und spiegelt sich in Ihrer Personalentwicklungsplanung wider.

Die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter setzt sich aus folgenden Kompetenzen zusammen:

Fachkompetenz

Für die Erfüllung seiner Aufgaben benötigt Ihr Mitarbeiter zunächst einmal die entsprechende Fachkompetenz. Es handelt sich somit um eine fachspezifische Qualifikation.

Methodenkompetenz

Methodisches Wissen unterstützt Ihre Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit. So ist der Einsatz von QM-Methoden oder Kreativitätstechniken für die Lösung von Problemen sowie der kontinuierlichen Verbesserung erforderlich.

Sozialkompetenz

Da ein Mitarbeiter vielfältigen sozialen Kontakten während seiner Arbeit ausgesetzt ist, wird zunehmend Wert auf die Sozialkompetenz gelegt. Der reibungslose Ablauf von Sozialkontakten wirkt sich positiv auf das Arbeitsergebnis und auf die Effektivität aus.

Versuchen Sie, Ihre Mitarbeiter gemäß ihren Fähigkeiten einzusetzen. Über- und Unterforderung wirken sich negativ auf das Arbeitsergebnis aus.

Schritt 3: Erkennen und schließen Sie Qualifikationslücken

Führen Sie eine systematische Schulungsbedarfsermittlung durch, bei der Sie einen Soll-Ist Vergleich zwischen den Anforderungen, die Sie in Schritt 1 definiert haben, und den Qualifikationen aus Schritt 2 durchführen. Halten Sie den so sichtbar gewordenen Aus- und Weiterbildungsbedarf in Schulungs- und Entwicklungsplänen fest. Entwickeln Sie Lernmöglichkeiten sowohl für den einzelnen Mitarbeiter als auch für Ihr gesamtes Team und fördern Sie diese aktiv.

 

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Eine Möglichkeit der Weiterentwicklung ist zudem über die Arbeitserfahrung zu realisieren. Indem Sie Ihren Mitarbeitern die nötigen zeitlichen Freiräume sowie die erforderlichen Handlungs- und Entscheidungsspielräume zur Verfügung stellen, haben diese die Möglichkeit, sich in ihrer Tätigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Schritt 4: Nutzen Sie Ihr gesamtes Mitarbeiterpotenzial

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Trainer zur Seite oder coachen sie entsprechend, um das gesamte Potenzial Ihrer Mitarbeiter zu unterstützen und auszuschöpfen. Entwickeln Sie ihre Fähigkeiten zur Teamarbeit und zu aktivem und kreativem Handeln.

Ihre Mitarbeiter sind Träger von kreativem Potenzial. Kreativitätstechniken sind die Instrumente, die dieses Potenzial zum Vorschein bringen, und dienen somit der Förderung des Innovationsprozesses und des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in Ihrem Unternehmen.

Durch den Einsatz von bestimmten Techniken wird der kreative Denkprozess, also die Ideenproduktion, gefördert und verborgenes Potenzial freigesetzt. Dies ist erforderlich, da viele Mitarbeiter in ihrer Kreativität blockiert sind.

Schritt 5: Setzen Sie gezielt Kreativitätstechniken ein

Um das Potenzial Ihrer Mitarbeiter richtig ausschöpfen zu können, bietet sich der gezielte Einsatz von Kreativitätstechniken an.

Hierbei gibt es eine Reihe von verschiedenen Techniken, zum Beispiel: das Brainwriting, das Mindmapping, den morphologischen Kasten und vieles mehr.

Schritt 6: Wählen Sie die geeignete Qualifizierungsmaßnahme aus

Der Qualifikationsbedarf eines Mitarbeiters oder einer Führungskraft kann sowohl das „Wissen“ als auch das „Können“ und „Wollen“ umfassen. Während arbeitsplatzgebundene Maßnahmen zwangsläufig als interne Schulung gestaltet werden, können Maßnahmen außerhalb des Arbeitsplatzes in Form von externen oder internen Schulung durchgeführt werden.

15 Entscheidungskriterien für interne oder externe Bildungsmaßnahmen
1. Teilnehmerzahl in der Zielgruppe
2. Art und Inhalt der zu behandelnden Themen
3. Vertraulichkeit der Bildungsinhalte, Firmeninterna
4. Vermittlung der „Betriebsphilosophie“ in Verbindung mit Lerninhalten
5. Gewünschte Einflussnahme auf die Zielbestimmung und Planung der Maßnahme
6. Bereitstellung von Umsetzungshilfen und Anknüpfung an den Lernstoff in der Praxis
7. Nutzung von Erfahrungen Dritter und Gewinnung neuer Ideen
8. Lernklima und Lernbereitschaft
9. Störungsanfälligkeit der Lehr- und Lernprozesse
10. Verfügbarkeit geeigneter Referenten
11. Pädagogische Erfahrung/Methodenkenntnisse
12. Homogenität des Teilnehmerkreises
13. Zeitliche Aspekte
14. Kosten/Rentabilität
15. Kontrollmöglichkeiten

Schritt 7: Messen Sie die Wirksamkeit der durchgeführten Schulungsmaßnahme

Der Erfolg einer Maßnahme ist von großer Bedeutung. Hierbei sind zwei Aspekte zu betrachten:
1. Wurden die Ziele erreicht, die im Rahmen der Personalentwicklung festgelegt wurden?
2. Wurden die Erwartungen erfüllt, die der Mitarbeiter an diese Schulung und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für sein Weiterkommen gestellt hat?
Die Erfolgskontrolle wird in vielen Unternehmen noch stark vernachlässigt, da Ergebnisse häufig nicht unmittelbar oder in Zahlen greifbar sind.

Dennoch sollten Sie versuchen, eine regelmäßige Bewertung vorzunehmen, da hier eine Reihe von finanziellen und personellen Ressourcen gebunden wird, was sich letztendlich nur durch einen entsprechenden Gegenwert oder Nutzen rechtfertigen lässt. Diese Erkenntnisse liefern wichtige Entscheidungsgrundlagen für zukünftig zu planende Maßnahmen.

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