Entwickeln Sie Ihr Team
Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch: Die Mitarbeiter sind das wichtigste Potenzial der eigenen Organisation. Je nachdem wie Sie dieses aktiv entwickeln, wirkt sich dies auf die Leistungsfähigkeit Ihrer Organisation aus.

Wenn alle zusammenarbeiten: Mitarbeiter sind das wichtigste Potential des Unternehmens
Quelle: Hofschläger, Pixelio
Viele Aufgaben in unserem Arbeitsalltag werden im Team erledigt – oder sind von den Vor- und Nacharbeiten anderer abhängig. Laut Untersuchungen gehen in Organisationen jedoch bis zu 50 % der menschlichen Energie durch Intrigen, Konkurrenzkampf, Mobbing, wechselseitige Demotivierung und deren jeweilige Abwehr verloren.
Sollten Sie also bisher die korrekte Einhaltung von Prozessen bzw. die Erreichung wirtschaftlicher Ziele im Auge gehabt haben, so möchte ich Sie an dieser Stelle dazu einladen, der Entwicklung Ihres Teams mindestens eine gleichrangige Stellung neben den genannten Bereichen einzuräumen.
So gehen Sie vor
Es ist nicht entscheidend, dass Sie alles sofort richtig machen, sondern, dass Sie sich auf den Weg machen:
1. Schritt: Vorbereitung
Suchen Sie sich in Ihrem Alltagsgeschehen einen überschaubaren Bereich (z. B. Entwicklung einer gemeinsamen Vision).
Definieren Sie, was Sie gemeinsam mit Ihrem Team erreichen wollen. Dies gilt sowohl für die Inhalte als auch für die Art der Zusammenarbeit im Team. Vergessen Sie dabei nicht, dass diese Ziele SMART (spezifisch, messbar, angemessen, realistisch und terminierbar) sein sollten.
Überlegen Sie sich, was Sie von Ihrem Team erwarten und wie dieses gemeinsam handeln soll. Schreiben Sie sich aber auch auf, was Sie als Teamcoach dazu beitragen müssen.
2. Schritt: Umsetzung
Kommunizieren Sie Ihr Vorhaben rechtzeitig und eindeutig an alle Beteiligten (z. B. „Wir wollen als Team gemeinsam eine neue Abteilungsvision erstellen.“).
Achten Sie anschließend bei der Umsetzung nicht nur auf die Erreichung Ihrer inhaltlichen Ziele, sondern fragen Sie sich auch immer wieder: Bin ich jetzt in der Rolle des Teamcoachs oder in derjenigen des Prozessleiters?
Lassen Sie sich am Ende von den Beteiligten ein 360 Grad-Feedback geben (Haben wir unsere Ziele erreicht? Wie war die Atmosphäre? Wie haben Sie mich wahrgenommen? Was hätte anders/besser verlaufen können?). Halten Sie diese Rückmeldungen kurz schriftlich fest.
3. Schritt: Nachbereitung
Nehmen Sie sich nach dem Prozess (ausreichend) Zeit, die Umsetzung noch einmal zu reflektieren:
- Haben Sie Ihre Rolle als Teamcoach gut gemacht (Warum?/Warum nicht?)?
- Wie sind Sie mit Störungen und Konflikten umgegangen? Wie ließe sich das noch verbessern?
- Wie war das Feedback aus dem Team? Was wurde als positiv, was als negativ wahrgenommen?
- Was können Sie an den berechtigt negativ wahrgenommenen Punkten verbessern?
Dr. Patrick Hamilton





