Loben Sie auch den Etappensieg?
Macht es Sinn unterschiedliche Maßstäbe an die Mitarbeiter anzulegen? Ist das gerecht? Durchaus, denn Gerechtigkeit ist relativ. Beurteilen Sie daher jeden Einzelnen nach seinen jeweiligen Möglichkeiten.

Steigerungsfähig? Gezielt auch Schwächere motivieren
Beschränken Sie Ihre Anerkennung nicht auf Ihre Top-Performer. Würdigen Sie es, wenn ein Mitarbeiter sein Leistungsniveau von „befriedigend“ auf „gut“ oder von „ausreichend“ auf „befriedigend“ verbessert hat. Das heißt ja nicht, dass Sie künftig keine weitere Leistungssteigerung mehr von ihm erwarten.
Gewinnen Sie gescheiterten Bemühungen Positives ab
Bedanken Sie sich auch bei denen, deren Engagement zwar groß, aber leider nicht von Erfolg gekrönt war. Ihre Botschaft muss lauten: Es ist in Ordnung, einen Rückschlag zu erleiden, sofern man sein Bestes getan und nichts unversucht gelassen hat. So machen Sie Mitarbeitern Mut, nicht aufzugeben, sondern einen neuen Anlauf zu nehmen.
Würdigen Sie auch die unscheinbaren Leistungen
Außendienstler, die viel Umsatz bringen, stehen zu Recht im Rampenlicht. Aber auch in anderen Unternehmensbereichen wird hart gearbeitet: in der Kantine, am Empfang, von Boten und dem Reinigungspersonal. Diese oft übersehenen Mitarbeiter wissen ein Lob ebenfalls zu schätzen.
Loben Sie den Etappensieg
In vielen Unternehmensbereichen stellt sich ein Erfolg nicht von heute auf morgen ein. Damit Ihre Mitarbeiter einen langen Atem beweisen und unterwegs nicht die Lust verlieren, sollten Sie auch den Tagessieg oder die erfolgreich bewältigte Etappe zum Anlass für eine positive Rückmeldung nehmen. Der Vorteil: Für kleine Schritte ist häufig ein einzelner Mitarbeiter verantwortlich. Nutzen Sie diese Gelegenheit, ihn und seine Mühen aufs Podest zu heben, bevor dann am Ende des Projekts das Team im Vordergrund steht. Auf diese Weise laden Sie die Batterien der Teammitglieder neu auf.
Jutta Gröschl
Coaching ist der monatliche Beratungsbrief für Führungskräfte.





