Motivierte Arbeiter feilen feiner am Unternehmenserfolg
Die sich derzeit in vielen Branchen verschärfende Angst um den Arbeitsplatz kostet die Unternehmen viel Geld. Durch die Angst vermindert sich die Leistung der Mitarbeiter, Fehlerquote und Ausschuss steigen, das Betriebsklima verschlechtert sich zunehmend.

Motivierte Arbeiter feilen feiner am Unternehmenserfolg
„Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, die dadurch entstehenden, völlig unnötigen Kosten zu vermeiden“, warnt Rolf Schaller, Personaltrainer und Inhaber von Schaller Consulting in Krefeld, „die Unternehmen müssen hier dringend gegensteuern und ihre Mitarbeiter wieder mehr loben.“ Das motiviere und senke nachhaltig die Kosten.
Vor allem im Produktionsbereich kann durch ein freundliches Wort viel bewegt werden. Schaller: „Umfragen zeigen, dass bei Arbeitnehmern nicht der Lohn an erster Stelle der wichtigen Job-Faktoren steht, sondern die Anerken-nung, das Gefühl gebraucht zu werden.“ Dementsprechend nachhaltig wirkt sich menschliche Anerkennung auf die Leistungsbereitschaft aus. Die klassische Gehaltserhöhung hingegen ist meist schon ausgegeben, bevor das Geld auf dem Konto eintrifft – einfach so für Alltägliches und ohne besondere Kenntnisnahme.
Hinzu kommt, dass Lob und Anerkennung deutlich günstiger als monetäre Anreize zu vergeben sind. Ein Beispiel: 2 % Lohnerhöhung für 250 Mitarbeiter im Produktionsbereich, die durchschnittlich 3.000 € brutto verdienen, kosten im Jahr 180.000 € zuzüglich Sozialabgaben. Für einen Mitarbeiter sind das gerade mal 60 € pro Monat - brutto. Lob gibt es hingegen kostenlos. Selbst wenn fünf Abteilungsleiter umfassend in die Kunst des Lobens und Motivierens eingewiesen werden müssten, lägen die Kosten mit 25.000 bis 30.000 € wesentlich günstiger. Zudem: Lob und Anerkennung können auch dann ausgesprochen werden, wenn die Finanzlage des Unternehmens keinen Spielraum für Gehaltsanreize lässt.
„Gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise ist Motivation in den Produktionsbereichen eine sehr wirkungsvolle Kostenbremse“, betont Schaller. Zwar beherrscht – vor allem in handfesteren Bereichen – nicht jede Führungskraft diese Klaviatur. Doch lässt sich das notwendige Wissen in Praxisseminaren sehr schnell aneignen. „Psychologen betonen, es sei wichtig, drei Mal am Tag Anerkennung zu bekommen“, hebt Schaller hervor, „und es geht dabei nur um so kleine Sätze wie ‚Das war prima!‘ oder ‚Gut, dass du bei uns bist!‘.“ Führungskräften, denen es schwer fällt, Lob offen auszusprechen, gibt der Personaltrainer einen Tipp mit auf den Weg: „Antworten Sie auf die Frage des Kellners in einem Restaurant, ob es ihnen geschmeckt hat, nicht nur mit ‚Ja‘, sondern formulieren sie doch einfach mal freundlich, was ihnen an diesem Essen besonders gut gefallen hat. Sie werden den Unterschied sofort erkennen.“
Quelle: Schaller Consulting





