Wecken Sie Ihre Mitarbeiter auf!
Viele Mitarbeiter, die kritisiert werden, schalten zunächst einmal auf Abwehr. Das reichet vom Ausweichen bis zum puren Leugnen eines Sachverhalts. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Kritik dennoch geschickt anbringen.

Rückzug – Wie reagieren Sie auf defensive Mitarbeiter?
Es gibt verschiedene Verteidigungsmethoden, denen Sie jeweils mit einer anderen Gegenstrategie begegnen können. Ihr Ziel sollte sein, zum einen Ihre Kritik anzubringen, zum anderen aber auch, Einsicht beim Mitarbeiter zu schaffen und so die Zusammenarbeit weiterhin möglich zu machen.
Versuch, das Thema zu wechseln
Nach der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ eröffnen manche Mitarbeiter einen Nebenkriegsschauplatz (Beispiel: „Es ist gut, dass Sie das erwähnen. Ich möchte nämlich schon seit längerem mit Ihnen über ein Problem sprechen, das ich mit B habe.“).
Ihre Gegenstrategie: Gehen Sie nicht auf diesen Vorstoß ein, sondern führen Sie das Gespräch zurück auf Ihre Kritik. Eine mögliche Antwort ist: „Lassen Sie uns zunächst über Punkt A reden. Anschließend widme ichmich dann gern Ihrem Anliegen.“
Verneinung des Problems
Der Mitarbeiter leugnet schlichtweg, dass der Sachverhalt überhaupt zu beanstanden ist (Beispiel: „Ich sehe da eigentlich gar kein Problem!“).
Ihre Gegenstrategie: Entgegnen Sie ganz ruhig: „Sie mögen hierin kein Problem erkennen, aber ich will Ihnen erklären, was mich beunruhigt ...“.
Relativierung des Problems
Gern lenkt ein kritisierter Mitarbeiter vom eigentlichen Problem ab, indem er Versäumnisse in einem (weniger wichtigen) Teilbereich eingesteht (Beispiel: „Ich verstehe, was Sie meinen. Ich hätte die Zahlen anders aufbereiten sollen. Ich werde das gleich ändern.“).
Ihre Gegenstrategie Verbauen Sie diesen Fluchtweg: „Bevor wir uns über Details unterhalten, sollten wir zunächst einmal ein paar grundsätzliche Dinge klären, und zwar ...“.
Anderen die Schuld geben
Mitarbeiter, die in die Kritik geraten, zeigen gern mit dem Finger auf andere (Beispiel: „Ich bin nicht der Einzige, der das so handhabt.“).
Ihre Gegenstrategie: Lassen Sie sich nicht provozieren. Antworten Sie: „Mir wäre lieber, wenn Sie mir zunächst erklärten, warum Sie so vorgehen und dabei XY in Kauf nehmen.“ Mit anderen Missständen müssen Sie sich anschließend aber befassen.
Jutta Gröschl





