Selbstmotivation - so funktioniert's
Wer es als Führungskraft als seine Aufgabe betrachtet, sein Team immerzu anzufeuern, macht es sich womöglich unnötig schwer. Die bessere Lösung: Sie helfen Ihren Mitarbeitern, sich selbst zu motivieren.
Die Motivationsmittel sind vielfältig ...
Quelle: Stefan Bayer/PIXELIO
Mit „Motivation“ ist eigentlich immer „Selbstmotivation“ gemeint. Denn letztlich ist es nicht möglich, jemanden von außen zu mehr Engagement zu bewegen. Vielmehr gilt es, die Rahmenbedingungen für Ihre Angestellten so zu gestalten, dass sie aus eigenen Antrieb mehr zu leisten bereit sind.
Wie Ihnen das gelingt? Die Antwort ist einfach: indem Sie sie nicht demotivieren.
Maximale Kommunikation
Behandeln Sie Ihre Teammitglieder als gleichberechtigte Partner und unterstützen Sie sie nach Kräften. Dazu gehört, sie über alle relevanten Punkte auf dem Laufenden zu halten.
Nur wenn Ihre Mitarbeiter stets up to date sind, vermitteln Sie ihnen das Gefühl, gleichberechtigt und mitverantwortlich für den Unternehmenserfolg zu sein.
Karriereplanung
Gewinnt ein Mitarbeiter erst einmal den Eindruck, auf der Stelle zu treten, ist es schwierig, sein Engagement neu zu entfachen. Beugen Sie diesem Eindruck vor. Nutzen Sie regelmäßige Personalgespräche, um herauszufinden, welche Ambitionen jeder Einzelne hat.
Entwickeln Sie dann gemeinsam mit dem Mitarbeiter einen Plan, was er tun muss, um seine Ziele zu erreichen, und wie Sie ihn dabei unterstützen können. Bieten Sie ihm die Möglichkeit, sich in Ihrem Unternehmen zu beweisen.
Detailliertes Feedback
Mitarbeiter wollen nicht nur als Teil eines Teams, sondern ebenso als Individuum wahrgenommen werden. Würdigen Sie deshalb immer auch die persönliche Leistung sowie einen besonderen Einsatz des Einzelnen. Da Sie in der Regel keine Auszeichnungen, Medaillen oder Ehrennadeln zu verteilen haben, sollten Sie bei Ihrer Anerkennung so konkret wie möglich werden.
Sagen Sie dem Mitarbeiter, worauf er im Einzelnen stolz sein kann, welche Punkte Ihnen vor allem gut gefallen haben oder wenn ihn ein Kunde besonders gelobt hat, statt es bei einem allgemeinen „Gut gemacht“ oder Schulterklopfen zu belassen.
Entscheidungsbefugnisse delegieren
Ohne die Möglichkeit, in einem eigenen Bereich – und sei er noch so klein – eigenverantwortlich zu entscheiden, fühlt sich ein Mitarbeiter schnell unmündig und hilflos. Der Eindruck, unbedeutend und abhängig zu sein, demotiviert die meisten Menschen so sehr, dass er in der Regel durch keine noch so gute Begründung kompensiert werden kann.
Übertragen Sie allen Teammitgliedern, auch den Auszubildenden, Aushilfen und Praktikanten, einen eigenen Verantwortungsbereich, auch wenn es zunächst nur die Auswertung von Zeitungen, die Verwaltung der Kaffeekasse oder die regelmäßige Kontrolle des Büromaterials ist.
So können Sie zudem überprüfen, wie sorgfältig Kleinigkeiten erledigt werden, bevor Sie dem Kandidaten verantwortungsvollere Aufgaben geben.
Cordula Natusch
Carola Natusch ist Redakteurin im Beratungsteam Coaching




