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30.07.2010
Quick-Wins

So werden Sie ein Powerteam

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Teams werden ins Leben gerufen, indem eine Gruppe von Menschen – nicht immer in Idealbesetzung – zusammengebracht wird, um gemeinschaftlich Aufgaben besser zu bewältigen. Dabei bedürfen sie intensiver Pflege.

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Schritt für Schritt zum Powerteam

1. Schritt: So meistern Sie den Anfang

Die Größe und Zusammensetzung Ihres Teams orientiert sich meist an vorhandenen Ressourcen und der Komplexität der Aufgabe, fachlicher Expertise und möglichen Kandidaten.

Bis Ihre Mitarbeiter zueinander gefunden haben und tatsächlich als Team operieren können, muss ein eigener Formungsprozess durchlaufen werden. Hierbei wird es zunächst …

  • zu kleineren aber auch größeren Rangeleien,
  • Besitzstandskämpfen und
  • Positionsstreitereien kommen.

Erst wenn jeder im Team anfängt, die gesteckten Ziele zu seinen eigenen zu machen, entsteht aus dieser Gruppe ein Team, das leistungsbereit und leistungsfähig ist.

2. Schritt: Formen Sie Ihr Team

Definieren Sie die Ziele für Ihr Team ganz klar, eindeutig, praktisch – und am besten schriftlich. Dabei gilt:

  • Weniger ist mehr! Nicht die Masse entscheidet, sondern deren Realitätsnähe.
  • Die Ziele dürfen anspruchsvoll sein – allerdings nur insoweit, dass sie mit Engagement auch erreicht werden können.

Werden Sie selbst zur Inkarnation dieser Ziele, sodass Ihre Teammitglieder Sie und die Ziele des Teams gleichsetzen: 

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die Aufgabe des Teams in maximal 10 kurzen und prägnanten Sätzen zu formulieren.
  • Kommunizieren Sie diese Ziele an das Team.
  • Erinnern Sie in Gesprächen immer wieder daran (z.B. „Wie Sie wissen, möchten wir […] erreichen …“) – bis sich Ihre Mitarbeiter schließlich schrittweise damit identifizieren.
  • Ändern Sie die Ziele nur, wenn es unbedingt sein muss.
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Mein Rat

Entscheidend ist nicht, dass Sie Ihrem Team die Ziele vorpredigen, sondern dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Nur wenn Sie als Leiter selbst authentisch dahinter stehen, wird auch Ihre Mannschaft dorthin gelangen.

Durch diese Vorgehensweise erreichen Sie in sehr starkem Maße, dass …

  • das Zusammengehörigkeitsgefühl wächst,
  • ein soziales Zusammenwirken entsteht und
  • auch unangenehme Aufgaben gemeistert werden können.

Je besser Ihr Team dabei zwischenmenschlich miteinander kooperiert,umso eher werden Sie gemeinsam imstande sein, Außergewöhnliches zu leisten.

Mein Rat

Blicken Sie ab und an in die Welt des Teamsports. Hier können Sie jeweils gut erkennen, ob eine Mannschaftzusammengewachsen ist oder nicht.

3. Schritt: Pflegen Sie Ihr Team

Ohne Zweifel: Es ist eine ganze MengeArbeit, ein Team zu entwickeln. Bei mangelnder Pflege treten die Zerfallserscheinungen ganz von selbst ein. Damit Sie die einmal gewonnene Teamqualität halten – oder sogar verbessern –, habe ich Ihnen einigePunkte rechts zusammengestellt, die Sie sich immer wieder (z. B. einmal im Monat) vor Augen halten sollten.

Schnell-Check: Teamstatus

  • Wo gab es im vergangenen Monat Spannungen im Team und warum?
  • Sind dies Dinge, die wiederholt auftraten? Waren die gleichen Ursachen hierfür verantwortlich?
  • Wo sind Schwachpunkte („Bottlenecks“) im Team?
  • Wie ist die Stimmung im Team?
  • Woran sehe ich, dass das Team sich tatsächlich ergänzt und zusammenarbeitet?
  • Wie ist das soziale Klima unter den Kollegen?
  • Haben wir tatsächlich alle dasselbe Ziel?
  • Wurden die Teamziele verinnerlicht und werden sie gelebt?
  • Lebe ich als Teamverantwortlicher authentisch die Teamziele vor?
  • Verwalte ich mein Team oder bin ich der Teamcoach? Woran mache ich dies fest?

Überlegen Sie sich anschließend anhand dieser regelmäßigen Zwischenergebnisse, wo Sie in den kommenden 4 bis 8 Wochen Handlungsbedarf sehen. Dabei gilt: Es ist besser nur eine Sache zu ändern – dafür aber konsequent –, statt viele neue Ideen anzustoßen, die nur für Unruhe im Team sorgen.

Dr. Patrick Hamilton