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20.04.2009
Karriere

Werden Sie zum Teamcoach

— abgelegt unter:

In den USA verbindet man mit dem Begriff „Coach“ eine Persönlichkeit, die für die Betreuung und Weiterentwicklung von Einzelsportlern und Teams zuständig ist. Handeln Sie als Führungskraft auch aus solch einem Selbstverständnis heraus? Ich möchte Ihnen heute einige Denkanstöße aus eben dieser Perspektive weitergeben.

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Werden Sie zum Teamcoach

Prüfen Sie, wo Sie stehen

Zunächst ist es wichtig für Sie, zu wissen, wo Sie stehen: Haben Sie Ihr eigenes Rollenverständnis als Führungskraft schon einmal überdacht und zu Papier gebracht? Wenn nicht, dann tun Sie es doch jetzt, an Hand der Tabelle 1.
 
Werden Sie zum Gewinner

Mit diesen Erkenntnissen über Sie selbst möchte ich nun wieder auf Ihr Team zu sprechen kommen und Sie noch einmal fragen: Sind Sie als Führungskraft ein guter Teamcoach?

Falls Sie mich nun fragen, weshalb dies notwendig ist in einer Welt von …

  • klar definierten Aufgaben und Abläufen sowie
  • wirtschaftlichen Vorgaben,

gebe ich Ihnen hierauf eine ganz einfache Antwort:

Je besser Sie als Führungspersönlichkeit gelernt haben, als „Coach“ im eigenen Team zu arbeiten, umso …

  • effektiver wird Ihre Mannschaft die eigentlichen Aufgaben bewältigen können,
  • bessere Qualität wird sie liefern, 
  • stressresistenter wird sie die eigene Leistungsfähigkeit steigern können.


Sind dies keine erstrebenswerten Ziele? Ich meine ja. Ist es realistisch? Definitiv, da Studien dies schon lange belegen. Ob Sie sie allerdings umsetzen, das entscheiden Sie!

Tabelle 1: Selbsttest
Welche Persönlichkeiten haben Sie als „Chefs“ fasziniert?
Was sind die Gründe dafür?
Welche Eigenschaften bei Führungspersönlichkeiten empfanden Sie als negativ?
Und warum?
Wie würden Sie Ihre eigene Rolle als Führungspersönlichkeit beschreiben: Arbeiten Sie eher als Team-Controller – kümmern sich also um Zahlen, den ordnungsgemäßen Ablauf bzw. Außenkommunikation? Oder sind Sie jemand, der das eigene Team sieht und diesem zu Bestleistungen verhelfen möchte?
Was glauben Sie, wie Sie von Ihren Mitarbeitern wahrgenommen werden?
Was meinen Sie, finden diese gut bzw. weniger gut an Ihnen?
Wie viele der Eigenschaften, die Sie bei anderen als gut empfanden, praktizieren Sie selbst – und wie viele der weniger angenehmen Eigenschaften finden sich bei Ihnen wieder?

 

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Das leistet ein Coach: Er …

  • definiert das Spiel, entscheidet also ob es wert ist, sich dafür einzusetzen.
  • besetzt die wichtigen Spieler-Positionen mit dafür geeigneten Personen und weist nicht nur Rollen zu.
  • formt aus Einzelindividuen eine homogene Mannschaft. Nur wenn diese tatsächlich einander zuarbeitet und füreinander einsteht, ist das Team erfolgreich. 
  • beobachtet den Spielverlauf, versucht eigene Schwächen im Team zu erkennen und diese zeitnah auszugleichen. 
  • achtet auf diejenigen Faktoren, die ein Umfeld schaffen, mit dem das Team gewinnen kann.


Somit wird deutlich: Das „Spiel“ zu managen bedeutet …

  • immer wieder einen Blick auf die beteiligten Mitarbeiter zu werfen,
  • diese zu fördern und weiterzuentwickeln sowie 
  • deren Potenziale freizulegen. Auf diese Weise wird die Leistungsfähigkeit der eigenen Mannschaft stetig verbessert.

Stellen Sie sich daher immer folgende Fragen:

  • Was kann ich tun, damit jeder meiner Mitarbeiter seinen Job effektiver erfüllt?
  • Was kann ich unternehmen, damit dieser Arbeitsplatz leistungsfördernd wird? 
  • Was kann ich tun, damit das Zusammenspiel zwischen den beteiligten Mitarbeitern verbessert wird?
    Lesen Sie in der kommenden Ausgabe mehr darüber, was es heißt, diese Ziele für die eigene Praxis umzusetzen.

 

Weitere Infos finden Sie hier

Dr. Patrick Hamilton