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24.11.2009
Führung

Wie Sie Ihr Team jetzt verbessern können

— abgelegt unter: ,

Ist Ihr Unternehmen bzw. Ihr Bereich bisher stark von der Wirtschaftskrise betroffen? Oder haben Sie das Schlimmste schon überstanden? Abhängig davon, welchen Kurs Sie und Ihre Vorgesetzten aufgrund dessen gerade fahren, wird sich dies auch auf Ihre Personalpolitik auswirken.

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Sind Ihre Mitarbeiter optimal für ihre Arbeitsaufgaben qualifiziert?

Abhängig von diesen Fragen werden Sie und die Geschäftsführung momentan wohl einen der folgenden drei Kurse fahren:

  1. Kurs: Ihr Unternehmen/Ihr Bereich weiß noch nicht, wie sich die Krisenfolgen weiter auswirken. Folglich versuchen Sie im Moment noch vorrangig Ihre Erträge zu sichern und jegliche Risiken zu vermeiden.
  2. Kurs: Sie bzw. die Geschäftsführung kommen immer mehr zu der Überzeugung, dass Sie die Krise überstanden haben. Nun möchten Sie die Weichen für die Zukunft stellen.
  3. Kurs: Bisher haben Sie keinerlei/ kaum krisenhafte Auswirkungen gespürt. Aufgrund Ihrer Marktstellung erwarten Sie diese auch nicht mehr. Folglich möchten Sie die allgemeine Wirtschaftslage zum Wohle Ihres Unternehmens/ Bereichs nutzen.

Abhängig davon, welchen dieser drei Kurse Sie und Ihre Vorgesetzten gerade aktuell fahren, wird sich dies auch auf Ihre Personalpolitik auswirken:

Während Sie im ersten Fall mit Sicherheit derzeit keine neuen Mitarbeiter einstellen, empfiehlt es sich nach Ansicht der Personalberater von Kienbaum Consulting, in den anderen Fällen darüber nachzudenken. Die Gründe dafür sind:

  • In weniger ausgelasteten Phasen können Sie die Zeit ideal nutzen, um Ihr Team intern zu optimieren.
  • Zu kaum einer anderen Zeit können Sie exzellente Arbeitnehmer zu optimalen Konditionen „einkaufen“.

Bereiten Sie jetzt den Nährboden

Überlegen Sie sich doch einmal in Ruhe, wie der Status quo in Ihrem Bereich ist:

Was läuft in Ihrem Team gut – und was nicht?

Welche Mitarbeiter engagieren sich außerordentlich – welche nicht?

Gibt es Aufgabenbereiche, die an andere Abteilungen abgegeben werden könnten?

Sind Ihre Mitarbeiter optimal für ihre Arbeitsaufgaben qualifiziert?

Sobald Sie die aktuelle Situation analysiert haben, handeln Sie.
Einige Beispiele:

  • Definieren Sie (nochmals) klar die jeweiligen Aufgabengebiete und Ihre individuellen Erwartungen.
  • Verteilen Sie Aufgaben um, wenn Sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die jeweiligen Leistungspotenziale noch nicht optimal eingesetzt werden (können). 
  • Bieten Sie engagierten Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise durch einzelne Projektangebote.

Mit anderen Worten: Optimieren Sie Ihre internen Prozesse so, dass Ihr Bereich zukünftig nicht nur effektiver, sondern auch effizienter arbeitet.

 

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Es prüfe, wer sich bindet

Sobald Sie sicher sind, dass es für Ihren Bereich/Ihr Unternehmen nur noch „nach oben“ gehen kann, können Sie wieder neue Mitarbeiter einstellen – aber bitte mit Bedacht. Denn: Nicht jeder, von dem Sie viel lesen bzw. in Ihrer Branche viel hören, ist auch wirklich eine Bereicherung für Ihr Unternehmen.

Achtung Abwerbungsgefahr!

Ebenso wie Sie aktuell neue herausragende Leistungsträger rekrutieren können, besteht natürlich auch die Gefahr, dass andere Unternehmen Ihre wichtigsten Mitarbeiter abwerben. Dies passiert umso leichter, je mehr Sie …

  • finanziell an den Werten (z. B. Incentives, Gehälter) sparen, die Ihren Leistungsträgern wichtig sind.
  • für Verunsicherung in Ihrem Bereich sorgen. Kommunizieren Sie daher so offen wie möglich mit Ihrem Team. Nur so können Sie möglichen Gerüchten frühzeitig entgegenwirken. 
  • Ihr Arbeitgeberimage und die Werte Ihrer Unternehmenskultur vernachlässigen. Sprechen Sie daher nicht nur davon, was für Sie die Aspekte eines guten Betriebsklimas (z. B. respektvoller Umgang) und eines erfolgreichen Arbeitsteams (z. B. klare Kommunikation) sind, sondern leben Sie sie.

Mit Sicherheit werden Ihre Leistungsträger loyal zu Ihnen und Ihrem Unternehmen stehen, wenn ihnen bewusst ist, was sie bei einem Jobwechsel auf alle Fälle verlieren würden.

Schnell-Check: So identifizieren Sie Top-Leute 
Der potenzielle neue Mitarbeiter … Okay
zeichnet sich durch hohe Eigenmotivation aus,   
bezeichnet sich selbst als „ein Teil des unternehmerischen Ganzen“,   
kann überprüfbare Referenzen nachweisen,   
belegt seine Erfolge anhand von konkreten Beispielen,   
zeigt Begeisterung für seine Tätigkeiten,   
spricht nicht schlecht über frühere Arbeitgeber.  

 

Dr. Patrick Hamilton
Herausgeber „Coaching