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23.04.2009
Einstellungstest

Personalchefs achten zu wenig auf Intelligenz

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Allgemeine Intelligenz ist wichtige Voraussetzung für eine hohe Arbeitsleistung und beruflichen Erfolg - dies hat der Bonner Psychologe Jochen Kramer in einer sogenannten Metaanalyse herausgefunden. 244 Studien aus Deutschland hat er dafür nach den neuesten Methoden ausgewertet. Deutsche Personalchefs interessieren sich bisher wenig für die Intelligenz ihrer Mitarbeiter.

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Intelligenz: Garant für mehr Leistung und Erfolg

Konkrete Angaben macht die Analyse zum Einfluss der Intelligenz auf vier Teilbereiche des beruflichen Erfolges: Arbeitsleistung, berufliche Lernleistung, Einkommen und berufliche Laufbahn.

Wenn ein Mitarbeiter unter Berücksichtigung seiner Intelligenz ausgewählt wurde, erbringt er demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 80 Prozent eine hohe Arbeits- und Lernleistung - im Vergleich zu 50 Prozent bei reiner Zufallsauswahl.

Die Chancen der ausgewählten Bewerber, Karriere zu machen und ein hohes Einkommen zu erzielen, liegen unter Berücksichtigung der Intelligenz bei knapp 70 Prozent. "Für unterschiedlich komplexe Berufe sind bei diesen Werten Schwankungen zu erwarten", relativiert Kramer, betont aber den grundsätzlichen Zusammenhang: "Je intelligenter ein Mitarbeiter ist, desto eher liefert er gute Arbeit und ist beruflich erfolgreich."

 

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Intelligenz, also die mentalen Fähigkeiten eines Menschen, wurde in der Analyse möglichst weit gefasst. "Nur Studien, die mindestens zwei der drei Bereiche mentaler Fähigkeiten - Zahlen und Rechnen, sprachliche Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen - berücksichtigten, wurden in meine Studie aufgenommen", erklärt Kramer. Grundannahme ist nämlich: Im Berufsleben ist allgemeine Intelligenz wichtig statt nur spezifische mentale Fähigkeiten.

Da allgemeine Intelligenz nicht allein ausschlaggebend ist, interessiert den Bonner Wissenschaftler nun, wie viel Anteil am Erfolg zum Beispiel emotionale Intelligenz oder soziale Kompetenzen haben. Schon jetzt weiß er aber: "Als Personalchef würde ich mir auf jeden Fall ein Bild von der allgemeinen Intelligenz meines zukünftigen Mitarbeiters verschaffen. Wer darauf verzichtet, lässt sich wichtige Informationen entgehen."

Quelle: Uni Bonn