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19.05.2009
Fachkräftemangel

Unternehmen müssen umdenken

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Kaum ein Arbeitgeber beschreibt tatsächlich attraktiv, warum junges und talentiertes Fachpersonal für ihn arbeiten sollte, so eine Bilanz von Armin Trost, der den Lehrstuhl für Human Ressource Management an der Hochschule Furtwangen innehat.

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Althergebrachte Recrutierungsstrategien greifen mittlerweile zu kurz

Anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung des IGZ Bamberg und der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim zum Thema Fachkräftemangel in Oberfranken stellte der deutschlandweit als Referent tätige Personalakademiker anhand einer von ihm durchgeführten Unternehmensstudie neue Wege der Personalrekrutierung vor. Die Ergebnisse, die in über 200 deutschen Unternehmen erhoben wurden, zeigen deutlich, dass althergebrachte Rekrutierungsstrategien inzwischen häufig zu kurz greifen.

„Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass es nicht mehr die Unternehmen sind, die über eine Einstellung entscheiden, sondern die Kandidaten“, erklärte Trost den knapp 70 anwesenden Personalverantwortlichen und Geschäftsführern oberfränkischer Unternehmen. Vor allem der Fachkräftewettbewerb mit Global Playern würde für mittelständische Unternehmen immer härter werden.

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Zentral für ein zukünftig erfolgreiches Personalmanagement sei die Schaffung einer Arbeitgebermarke. Gerade der Mittelstand müsse aktiv kommunizieren, weshalb man ein attraktiver Arbeitgeber sei. Die Konzentration auf bestimmte Arbeitnehmerzielgruppen von für das Unternehmen besonders wichtigen Funktionen und das aktive Zugehen auf bestimmte Kandidaten seien Aspekte des Personalmanagements der Zukunft. „Passive Stellenangebote reichen einfach nicht mehr. Persönliche Beziehungen, die neuen Medien und intensives Networking sind angesagte Rekrutierungsinstrumente auf der Suche nach geeigneten Fachkräften.“

Work-Life-Balance gewinnt an Gewicht

Neben Trost referierten auch die Personalleiter Norbert Gebhardt und Werner Kotschenreuther der Firmen Netzsch und Loewe. Sie zeigten den Vortragsteilnehmern wie ihre Firmen bereits heute aktiv mit der Fachkräfteproblematik umgehen.

„Wir dürfen nicht nur Jobs verkaufen, sondern müssen ganze Lebensräume anbieten, in denen auch Familie und Freizeit ihren Platz haben“, erläuterte Kotschenreuther die Strategie des Kronacher Unterhaltungselektronikherstellers Loewe.

Gebhardt verwies darauf, dass Leistungs- und Werteversprechen eines Unternehmens auch umgesetzt werden müssten. Der Standort Oberfranken biete in vielerlei Hinsicht eine hervorragende Arbeits- und Lebensqualität, die es intensiver zu kommunizieren gelte.

Weitere Informationen sowie die Vorträge als Download unter www.igzbamberg.de