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05.01.2010
Machen Sie den Check!

Engagiert sich Ihre Geschäftsführung noch genug für das Unternehmen?

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In vielen Unternehmen existiert immer noch eine geradezu paradoxe Achtung vor der Unternehmensführung. „Die Chefs kriegen es schon irgendwie hin“, ist die Meinung vieler Mitarbeiter. Sind die Unternehmenslenker jedoch tatsächlich auf dem richtigen Kurs? Prüfen Sie mithilfe der folgenden Tipps, ob die Zeichen noch auf Erfolg stehen.

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Sind die Unternehmenslenker noch auf Erfolgskurs?

So manche Geschäftsleitung hat morgens goldene Zeiten versprochen, um am selben Abend die Insolvenz bekannt zu gegeben. Manchmal ist das ein bewusstes Täuschungsmanöver, manchmal aber auch die Unfähigkeit, die Lage realistisch zu sehen.

Prüfen Sie daher immer, ob derartige Aussagen stichhaltig sind. Gibt es Kennzahlen - zum Beispiel die Auslastung, der Monatsumsatz, die ABC-Analyse -, die die Angaben bestätigen?

Vor allem, wenn sich schon vorher vermeintlich sichere Prognosen als „Luftnummern“ erwiesen haben, sollten Sie besonders vorsichtig sein.

Alarmzeichen Beratungsresistenz

Gerade in Krisenphasen ist es ein Erfolgsrezept, sich Hilfe zu holen. Das zeugt nicht von Schwäche, sondern ganz im Gegenteil von Stärke. Beobachten Sie, ob sich die Geschäftsleitung beraten lässt, zum Beispiel von externen Experten oder von Spezialisten im Unternehmen.

Beharrt Ihre Führungsriege auf längst überholten Positionen und spricht sie von Möglichkeiten, die sich bereits als unrealistisch erwiesen haben? Das sind klare Warnzeichen, dass sie den Ernst der Lage noch nicht begriffen hat.

Gefragt: Offenheit und Selbstvertrauen

Wer ein Unternehmen durch schwierige Phasen steuern will, benötigt eine gesunde Portion Selbstvertrauen. Ob das vorhanden ist, sehen Sie vor allem am Kommunikationsverhalten:

Sprechen die Chefs über Probleme und treten sie auch den Mitarbeitern offen gegenüber, sind sie sich ihrer Sache wohl sicher. Ein weiteres positives Indiz ist die Präsenz im Unternehmen: Souveräne Chefs lassen sich gerade jetzt häufig sehen.

 

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Vorsicht bei Resignation

Mancher Vorgesetzte hat innerlich schon aufgegeben, während er noch Durchhalteparolen verbreitet. Das lässt sich oft bei Diskussionen über längerfristig wirkende Maßnahmen erkennen.

Bedenklich ist es auch, wenn nicht mehr wirklich gestritten, sondern nur noch vertagt oder durchgewunken wird. Auch hier glaubt man dann wohl nicht mehr, dass die Entscheidungen noch eine Relevanz haben können.

Wer Maßnahmen anordnet und das wirklich ernst meint, muss zudem kontrollieren, ob sie auch die gewünschte Wirkung haben. Beobachten Sie deshalb, ob die Unternehmensführung die Umsetzung und die Ergebnisse im Auge behält.

Das sehen Sie zum Beispiel daran, dass Berichte angefordert und bei Bedarf kleinere Änderungen an den Maßnahmen vorgenommen werden.

   Ja  Nein
Ihr Chef erzählt offen von Besprechungen mit Bankenvertretern.    
Die Eigentümer des Unternehmens besprechen sich häufig mit der Geschäftsführung.     
Ihr Chef untermauert seine Aussagen in der Regel mit Fakten.    
Das Controlling erstellt zu verschiedenen Problemstellungen Auswertungen.    
Es werden wirkliche Veränderungen geplant und durchgeführt. Zu verschiedenen Themen sind Berater im Haus.    
Maßnahmen werden auch gegen Widerstände durchgesetzt.    
Die Chefs sind gut erreichbar und lassen sich bei den Mitarbeitern sehen.    
Durchgeführte Maßnahmen haben auch langfristige Perspektiven.        
Die Führungskräfte arbeiten viel und lange.    
Es werden Verhandlungen mit Lieferanten und Kunden geführt.    
Betriebsrat wird regelmäßig informiert.     
Für das nächste Jahr sind die üblichen Planungsrunden angesetzt.    
Die vorgeschlagenen Gesprächsthemen lassen Prioritäten erkennen.     
Die Führung setzt sich dafür ein, gute Kollegen im Unternehmen zu halten.    
Auswertung: Je mehr Aussagen auf die Situation in Ihrem Unternehmen zutreffen, desto eher können Sie darauf vertrauen, dass sich Ihre Chefs für die Zukunft des Unternehmens engagieren.     

 

Josef Mieslinger