Mit der Balanced Scorecard wird die Leistung des Einkaufs klarer
Der Einkauf findet in mehreren kleineren bis mittleren Unternehmen noch immer nicht genügend Zusprache und kann sich nicht durchsetzen obwohl er von großer Bedeutung ist. Nicht selten scheitert die Definition der Einkaufsleistung an der Akzeptanz der eingesetzten Werkzeuge. Die BSC könnte mit diesem Nachteil für den Einkauf aufräumen.

Die Balanced Scorecard kann ihnen Hilfestellung beim Einkauf geben
Wer Leistung nicht zeigt, darf auch keine Wertschätzung erwarten
Immer wieder ist die Rede von der nicht erkannten Bedeutung des Einkaufs im Unternehmen. Oftmals stehen deshalb andere Bereiche im Fokus der Betrachtung.
Der Wertebeitrag des Einkaufs am Unternehmenserfolg ist in solchen Unternehmen meistens eher nicht transparent oder findet gar kein Interesse.
Die BSC liefert Ihnen Akzeptanz und Transparenz
Die BSC im Einkauf kann Ihnen Hilfestellung geben, wenn es um mehr Akzeptanz und Transparenz geht. Bietet sie Ihnen doch ein anerkanntes Grundgerüst und kann die Unterstützung liefern, die Sie bei der Übersetzung von Strategien in operationale Ziele und deren Erfolgskontrolle benötigen.
Die BSC im Einkauf liefert …
- eine klare Verbindung von Einkaufsaktivitäten an die Einkaufsstrategie.
- mehr Transparenz über die Ursache-Wirkungszusammenhänge.
- mehr Transparenz für die Einkaufsmitarbeiter zu den eingesetzten Strategien.
- bessere Transparenz über die Einkaufsleistung im gesamten Unternehmen.
- Hilfsmittel zur Förderung des ergebnisund zielorientierten Handelns.
1. Einführung der BSC im Einkauf
Bevor Sie sich um die Einführung einer BSC im Einkauf bemühen, sollten Sie klären, ob Sie im Unternehmen grundsätzlich geeignete Rahmenbedingungen vorfinden. Machen Sie einen Kurzcheck vorab:
- Wird die Einführung der BSC von der Geschäftsführung unterstützt?
- Existieren Unternehmensziele?
- Liegen Gründe vor, die eine Einführung grundsätzlich verhindern?
- Ist im Einkauf ausreichendes Wissen zur Umsetzung eines solchen Konzepts vorhanden?
- Haben Sie Zeit eingeplant, um die Vorbereitung und Einführung zu unterstützen?
Falls Sie zu einer der Fragen keine zufriedenstellende Antwort erhalten, sollten Sie noch einmal in Ruhe über eine Einführung nachdenken.
2. Analyse der Ist-Situation
Wenn Sie sich zur Einführung einer BSC entschlossen haben, sollten Sie die aktuelle Situation des Einkaufs genau erfassen.
3. Definition der Einkaufsstrategie
Kommen Sie mit Ihren Mitarbeitern zu einem Workshop zusammen und erarbeiten Sie auf der Grundlage der Unternehmensziele mit Ihren Mitarbeitern die entsprechenden Einkaufsstrategien.
4. Bildung von Zielvorgaben und Definition von Maßnahmen
Bei der Bildung von Zielen sollten Sie unbedingt systematisch und ergebnisorientiert vorgehen. Als Grundlage für die Festlegung von Zielvorgaben dient beispielsweise das SMARTKonzept.
5. Festlegung der Verantwortung und Kontrollen
Im fünften Schritt legen Sie fest, welche Mitarbeiter für die Umsetzung der definierten Maßnahmen verantwortlich sind und in welchen Intervallen die Ergebnisse in welcher Form berichtet werden.
Perspektiven als Schlüsselelemente der BSC
Mit der BSC im Einkauf nutzen Sie das sogenannte Perspektiven-Modell. Die Perspektive der BSC sind regelmäßig:
- Finanzperspektive (Reduzierung der Kosten)
- (interne) Kundenperspektive (Steigerung der Zufriedenheit)
- Prozessleistung (Optimierung der Einkaufsprozesse)
Inhalt einer Procurement Balanced Scorecard
strategische Ziele
- Was wollen wir erreichen?
Messgrößen
- Was beeinflusst unser Ziel?
operative Ziele
- Wie viel wollen wir erreichen?
Maßnahmen
- Was müssen wir tun, um es zu erreichen?
Markus Lemme
Herausgeber und Chefredakteur
„Der EK-Profi aktuell“




