Personalkostenplanung und -Controlling werden wichtiger
Über ein Drittel der Unternehmen plant 2009 Umstrukturierungen und Personalfreisetzungen. Da der Kostendruck immer größer wird, rückt auch das Controlling immer stärker in den Vordergrund. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der s+p Software und Consulting AG.

Personalkosten-Controlling gewinnt angesichts der Krise an Bedeutung.
Mehr als die Hälfte der Personalentscheider (57 Prozent) messen dem Thema „Personalkostenplanung und -controlling“ eine hohe Bedeutung zu und wollen mit mehr Personalkostenplanung der Krise trotzen.
Personalbeschaffung & Recruiting verlieren gegenüber dem Controlling an Bedeutung
Das Thema „Personalbeschaffung & Recruiting“ tritt dagegen stärker in den Hintergrund. Gaben Anfang des Jahres noch 27 Prozent der Befragten an, dieses Thema zukünftig eher zu vernachlässigen, sind es mittlerweile schon 35 Prozent.
Auch die Bedeutung von Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung sinkt
Auch die Investitionen in die eigenen Mitarbeiter werden zukünftig wegen des Kostendrucks der Personalabteilungen geringer ausfallen.
Immerhin gab fast jedes achte Unternehmen (12 Prozent) an, dass die Bedeutung von Personalentwicklung und Weiterbildung in 2009 sinken werde. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Januar verdoppelt (sechs Prozent).
Ebenfalls sinken wird die Wichtigkeit von Systemen zur Mitarbeiterbindung: Maßen Anfang des Jahres noch 37 Prozent der Betriebe diesem Thema eine steigende Relevanz zu, ist dies aktuell nur noch bei knapp einem Viertel (24 Prozent) der Fall.
Flexibilität und Sicherheit
Die Umfrage ergab auch: Die Mehrheit aller befragten Firmen befasst sich vermehrt mit der Flexibilisierung der Arbeit. So wird in knapp zwei Dritteln der Personalabteilungen (64 Prozent) bereits über den künftigen Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitkonten diskutiert. Auch hier ist die Tendenz stark steigend im Vergleich zu 49 Prozent noch im Januar.
In punkto Vergütungssysteme setzen die Personaler mittlerweile eher auf Planungssicherheit. Nur noch 29 Prozent gaben an, mehr über variable Systeme nachzudenken. Zu Jahresbeginn waren es noch 40 Prozent.
Basis der Umfrage
An der zweiten Online-Umfrage zum „s+p Trendindex Personalarbeit - Welche Themen bewegen Ihre Personalarbeit 2009?” beteiligten sich zwischen dem 01.04. und 24.04.2009 über 352 Unternehmen aus Deutschland.
Befragt wurden vornehmend Unternehmen des gehobenen Mittelstandes mit mehr als 100 Mitarbeitern. 37 Prozent der Befragten gaben an, die Personalleitung in ihrem Unternehmen inne zu haben, 47 Prozent waren Mitarbeiter von Personalabteilungen oder Personalreferenten, neun Prozent Geschäftsführer und sieben Prozent der Befragten kamen aus anderen Bereichen.
Mit rund 33 Prozent war der Anteil der Befragten im Dienstleistungsbereich am stärksten vertreten, gefolgt vom Handel (12 Prozent), der Metallverarbeitenden Industrie (8 Prozent), dem Baugewerbe (6 Prozent) sowie der Elektro-Industrie (5 Prozent).
Quelle: s+p Software und Consulting AG




