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24.05.2011
UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Steuern Sie in Richtung Gewinn

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Ein Unternehmen gerät selten von heute auf morgen ins Schlingern. Vielmehr gibt es immer Warnsignale, die auf eine drohende – meist finanzielle – Krise hinweisen. Diese Signale müssen nur rechtzeitig erkannt werden.

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Wie Sie Ihre Firma auf Gewinnkurs halten

Hier sind Sie als Unternehmensleiter, aber auch Ihre leitenden Angestellten aus Marketing, Personal- und Rechnungswesen gefragt.

Sind unsere Produkte noch marktfähig?

Viele Unternehmen bemerken es nicht rechtzeitig, wenn ihre Produkte und Leistungen nicht mehr den Anforderungen des Markts entsprechen. Verlangen Sie deshalb von Marketing und Verkauf mindestens einmal im Jahr eine gründliche Konkurrenzanalyse. Dabei sollte jedes Ihrer Produkte hinsichtlich Preis, Qualität, Stärken und Schwächen mit dem Angebot der wichtigsten Wettbewerber verglichen werden. Aus den Ergebnissen gilt es dann, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten: Welche Produkte gehören ausrangiert, wo gibt es Bedarf für einen Relaunch, ein neues Design oder eine Neuentwicklung?

TIPP Am besten führen Sie einen Workshop im jährlichen Turnus ein, an dem auch die gesamte Verkaufsmannschaft teilnimmt.

Haben wir zu viele Mitarbeiter?

Wer zulässt, dass für die vorhandene Arbeit zu viele Mitarbeiter beschäftigt werden, gefährdet das gesamte Unternehmen und damit die restlichen Arbeitsplätze. Erfolgreiche Firmen gehen dieses Problem strategisch an: Sie definieren eine Kernbelegschaft, die in jedem Fall gehalten werden soll, und eine Wechselbelegschaft aus Mitarbeitern mit Zeitverträgen und Aushilfen, die in schwierigen Zeiten „sanft“ abgebaut werden kann.

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Drohen Schulden zur Last zu werden?

Für viele Unternehmer ist es schwierig geworden, überhaupt noch einen Überblick über die aktuelle Schuldensituation bekommen. Denn neben Bankkrediten zählt alles dazu, was eine dauerhafte Zahlungsverpflichtung verursacht, zum Beispiel Fördermittel und Leasing-Verträge. Häufig bemerkt man erst zu spät, dass zu wenig Eigenkapital vorhanden ist, wenn die Bank nach neuen Sicherheiten verlangt. Lassen Sie sich vom Rechnungswesen deshalb monatlich eine kurz- und mittelfristige Vorausschau über fällige Verbindlichkeiten und eingehende Zahlungen geben. Versuchen Sie, Ihre Eigenkapitalbasis zu stärken, zum Beispiel durch Aufnahme neuer Gesellschafter.

Sind wir zu bequem geworden?

„Unternehmen gedeihen in Garagen und verderben in Palästen“, sagt der Volksmund. Der Grund dafür liegt im menschlichen Phänomen der Bequemlichkeit: Die Geschäftswagen werden größer, die Mitarbeiter buchen ihre Reisen nur noch erster Klasse, Betriebsfeiern geraten immer verschwenderischer. Checken Sie auch solche Kostenstellen immer wieder und verhindern Sie durch klare Vorschriften, dass hier mehr Geld als nötig ausgegeben wird.

Sind die Außenstände zu hoch?

Marketing, Vertrieb und Verkauf stehen unter starkem Druck, Umsätze zu erzielen. Je schwieriger die Lage eines Unternehmens ist, desto eher gerät die Frage der Bonität in den Hintergrund. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Außenstände nicht uferlos anwachsen. Mahnsperren sollten nicht ohne Begründung und nur mit Genehmigung der Geschäftsführung ausgesprochen werden können, Außenstände müssen wirkungsvoll eingetrieben werden.

Jutta Gröschl
Chefredakteurin der Monatspublikationen "Coaching" und "Sekretärinnen-SERVICE" der GWI.