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12.10.2011
CONTROLLING

Kostenmanagement - „Kleinvieh macht auch Mist“

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Falls es Ihnen im Moment an den großen Ideen fehlt, wie Sie Ausgaben begrenzen und Ihre Rentabilität verbessern können, dann versuchen Sie es mit folgenden Maßnahmen, ganz nach dem Motto: „Kleinvieh macht auch Mist“

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Fünf Kurztipps für Ihr Kostenmanagement

1. Nicht zu viel bezahlen!

Sind Sie sicher, dass alle Zahlungen an Lieferanten und Dienstleister gerechtfertigt sind? Wenn nicht, sollten Sie sowohl die Eingangs- als auch die Rechnungskontrolle intensivieren. Zunächst sollte jeder Wareneingang vom Besteller abgezeichnet werden. Eine zweite Instanz prüft, ob alle formalen Kriterien berücksichtigt und die Beträge korrekt ermittelt wurden. Wegen des Skontos sollten Sie für eine schnelle Weiterleitung an die Buchhaltung sorgen.

2. Hausmeister einsparen

Natürlich benötigen die meisten Unternehmen jemanden, der Bagatellreparaturen durchführt und Aufräumarbeiten leistet. Aber muss das immer eine hauptberufliche Arbeitskraft sein? Mittlerweile gibt es auch viele Kleinunternehmen, die im Rahmen der Ich-AG oder des Überbrückungsgeldes solche Dienstleistungen kostengünstig auf Abruf durchführen.

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3. Versand optimieren

Unnötige Ausgaben entstehen, wenn Waren und Materialien mit unzureichender Verpackung verschickt werden. Einerseits können dadurch Transportschäden entstehen, weil der Inhalt nicht richtig geschützt wird. Andererseits wird nicht selten aus Trägheit so unglücklich verpackt, dass höhere Gebühren entstehen. Weitere Kosten lassen sich bei der Beschaffung von Kartons sparen, wenn man Preise vergleicht sowie gebrauchte wiederverwendet.

4.Telefonzentrale

Natürlich müssen Sie für Ihre Kunden möglichst gut zu erreichen sein. Allerdings sollten Sie einen Blick in Ihre Anrufstatistiken werfen, wer ab 17 Uhr Ihren Abendservice wirklich noch nutzt. Wenn kaum mehr Gespräche geführt werden, wäre es sicher sinnvoller, die Ausgaben für die Telefonisten zu sparen und Anrufe entweder auf ein Mobiltelefon oder ein Callcenter umzuleiten. Dort werden die Nachrichten aufgenommen und per E-Mail an den Verantwortlichen weitergeleitet.

5. Kosten rund ums Gebäude

Gemeinkosten werden häufig nicht systematisch angegangen. Da klemmt seit Jahren ein Fenster, die Türen stehen offen und lassen die Heizkosten in die Höhe schnellen. Hier sind automatische Türschließer und Maßnahmen zur Wärmedämmung angezeigt. Computer, Geräte und Licht sollten abends abgeschaltet werden, zur Not helfen Zeitschalter. Energiespar- Lampen senken ebenfalls den Stromverbrauch.

Zahlungseingang zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Als Buchhalter bleibt man noch ganz entspannt, wenn eine Rechnung mit Zahlungsziel in sieben Tagen noch nicht überwiesen ist. Doch Sie als Chef können nicht darauf zählen, dass der ausstehende Betrag dann schon rechtzeitig beglichen wird. Denn zurzeit lassen viele Kunden ihre Gläubiger lange warten. Das Nachsehen haben Sie, wenn plötzlich eine große Lücke zwischen geplanten und realisierten Einnahmen klafft. Kalkulieren Sie die schlechte Zahlungsmoral also mit ein. Lassen Sie sich dazu vom Rechnungswesen die durchschnittliche Überschreitung des Zahlungstermins berechnen. Geht man zum Beispiel davon aus, dass 50 Prozent des Kundenumsatzes nach 30 Tagen bezahlt werden und der Rest nach 60 Tagen, kann man nach einem Monat nur die Hälfte und erst im Folgemonat die zweite Hälfte als Einnahme planen. Passen Sie Ihre Zahlungsziele unter Umständen an – und sehen Sie sich in jedem Fall nach einer günstigen Zwischenfinanzierung um, falls es einmal eng werden sollte.

Martin Buttenmüller
Redakteur Beratungsteam CHEFSACHE