So sieht ein Businessplan aus
Der Businessplan wird oft mit Existenzgründungen in Verbindung gebracht. Aber nicht nur bei Neugründungen ist ein Businessplan erforderlich. Ein Businessplan eröffnet neuen und bestehenden Unternehmen die Möglichkeit, Investoren und Geldgeber zu finden und somit Projekte jeglicher Art, Innovationen und Neuentwicklungen zu realisieren. Jeder Kapitalgeber wird nach dieser Unterlage fragen.

Ein guter Businessplan macht Ihnen den Weg leichter
Funktionen des Businessplans: Ziel eines solchen Dokuments ist die Zusammenstellung aller für Ihr Unternehmen wichtigen Fakten, Daten und Entwicklungen. Dies gilt sowohl für Neugründungen als auch für bestehende Unternehmen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Ausgangssituationen liegt in der Art und Präsentation der Daten, die Komponenten sind jedoch im Allgemeinen dieselben.
Ein Businessplan hat drei Funktionen:
1. Planungsfunktion
2. Kommunikationsfunktion
3. Kontrollfunktion
Planungsmittel
Die Erstellung des Businessplans zwingt den Unternehmer oder Gründer, sein Vorhaben genau und systematisch zu durchdenken. Viele ungeordnete Gedanken und Fakten müssen in eine Form gegossen und Entscheidungen getroffen werden.
Dies hilft dem Unternehmer, seine Gedanken und Ideen zu strukturieren und zeigt eventuelle (Informations-)Lücken und Ungereimtheiten sehr schnell auf. Somit ist ein Businessplan eine Art Probelauf. Wenn das geplante Vorhaben hier schlecht abschneidet, dann wird das Scheitern in der Realität verhindert.
Kommunikationsmittel
Die meisten Projekte führen dazu, dass Geld von außen benötigt wird. Es müssen Banken, Investoren, Bekannte oder Verwandte und öffentliche Institutionen von der Vorteilhaftigkeit des Vorhabens überzeugt werden. Der Businessplan ist das geeignete Kommunikationsmittel, um alle Beteiligten vom Erfolgspotenzial der Idee zu überzeugen.
Kontrollmittel
Ein gut aufgestellter Businessplan, der dynamisch gepflegt wird, stellt darüber hinaus ein ideales Kontrollmittel dar. Änderungen, die sich im Zuge der Realisierung ergeben, können hier direkt integriert werden und führen zu einer Überarbeitung.
In der heutigen Zeit gewinnt die Prozessbetrachtung immer mehr an Bedeutung. Dies sollte sich auch im Businessplan zeigen. Dadurch werden laufende Soll-Ist-Vergleiche ermöglicht.
Formale Gestaltung
Um einen Kapitalgeber von Ihrem Vorhaben zu überzeugen, müssen Sie von Anfang an sein Interesse wecken. Dabei ist nicht nur der Inhalt von Bedeutung, auf den in den nächsten Kapiteln eingegangen wird, sondern auch das äußere Erscheinungsbild und die formale Gestaltung.
Attraktive Gestaltung
Stellen Sie sich vor, Ihr Businessplan ist einer von vielen, die ein Bearbeiter an einem Tag lesen muss. Können Sie sich denken, was mit Plänen passiert, die schon auf den ersten Seiten Schreibfehler enthalten, oder in denen schlechte Grafiken das Lesen erschweren, in denen die ersten fünf Seiten nur allgemeine Floskeln enthalten oder die 200 Seiten dick sind? Diese Exemplare werden mit ziemlicher Sicherheit gar nicht erst gelesen. Ihr erstes Ziel bei der Erstellung eines Businessplans sollte demnach sein, dass es für den Leser attraktiv erscheint.
Anforderungen
Um diese Äußerlichkeiten nicht zur Stolperfalle zu machen, gibt es ein paar Punkte, die bei der Erstellung berücksichtigt werden sollten:
- klare Strukturierung
- knappe und präzise Formulierungen
- Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit der Daten
- verständliche Sprache (langweilen Sie keinen Kapitalgeber mit technischen Details)
- Lesbarkeit (Schriftgröße mindestens 11 Punkte, Zeilenabstand auf 1,5 und einen angemessenen Rand lassen)
- übersichtliche Tabellen und Grafiken, die den Text verdeutlichen – aber verzichten Sie auf Spielereien
Beispiel-Gliederungen: Im Folgenden werden Ihnen Beispiele für die Gliederung eines Businessplans vorgestellt; Diese Gliederungen sind auf bestehende Unternehmen ausgelegt. Sollte es sich bei Ihnen um eine Gründung handeln, so sind einige Änderungen zu beachten.
Während ein bereits existierendes Unternehmen seine Historie, wirtschaftliche Situation und seine Ziele und Strategien darlegt, muss ein Gründer auf seine eigene Situation, Qualifikation, Erfahrungen, fachliche, soziale und personale Kompetenz, Besicherungsmöglichkeiten und relevante Vergangenheit hinweisen.
Praxisbeispiel Businessplan 1 - Grobgliederung:
- Executive Summary
- Produkt-/Servicebeschreibung
- Rechtsform/Standort
- wirtschaftliche Situation und Ziele
- Management
- Marketing
- Finanzen
- Anhang
Praxisbeispiel Businessplan 2:
- Executive Summary
- Unternehmen (Rechtsform, Standort, Ziele, Inhaber und Geschäftsführer, wirtschaftliche Situation)
- Produkt-/Projektidee (Idee und Innovation, Beschreibung, Entwicklung, gesetzliche Auflagen)
- Kunden und Märkte (Branchenanalyse, Kundenbedürfnis, Zielgruppen, Marketingstrategie und -plan, Distributionsplanung, Preisstrategie)
- Konkurrenz (Konkurrenzanalyse, Konkurrenzreaktionen)
- Beschaffung und Produktion (Produktplanung, Produktionsplanung, Kapazitäten, Beschaffungsstrategie, Kostenkalkulation)
- Organisation und Management (Aufbauorganisation, Personalentwicklungsplan)
- Risikoanalyse
- Finanzplan (Finanzbedarf und -quellen, Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Planbilanzen, Plan-Cashflow-Rechnung, Szenariorechnungen)
- Anhang
Diese Beispiele sollen Ihnen verdeutlichen, dass sowohl die Tiefe der Informationen variieren kann als auch die Reihenfolge der Gliederung. Wichtig ist vor allem die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen und Daten.
Wenn Sie mehr Informationen für Geschäftsführer brauchen, empfehlen wir Ihnen unseren Online-Titel, den Sie jetzt 14 Tage lang kostenlos und unverbindlich ausprobieren können! Hier geht es zum kostenlosen Probe-Abo "GmbH von A-Z".





