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08.06.2011
TREND

Frauen holen auf - weibliche Führungskräfte

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Noch nie zuvor gab es eine so gut ausgebildete Frauengeneration wie heute. 50,6 Prozent aller Studienanfänger und 56,7 Prozent der Gymnasialabsolventen sind laut einer aktuellen Studie weiblich. Der Mittelstand entdeckt gerade weibliche Führungskräfte für sich. Zu Recht, denn viele Frauen sind wahre Allround-Talente.

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Frauen auf der Überholspur

Weibliche Führungskräfte bringen viele Tugenden mit, die für leitende Positionen unabdingbar sind und punkten vor allem bei …

  • … Zuverlässig- und Pünktlichkeit,
  • … dem Gespür für neue Trends,
  • … dem Abschätzen von Stärken und Schwächen im Team,
  • … den Soft Skills,
  • … der Teamfähigkeit,
  • … der Motivation.

Weibliche Tugenden als Wettbewerbsvorteil

Managerinnen neigen oft dazu, männlichen Kollegen nachzueifern. Damit verzichten Sie aber auf viele Eigenschaften, die Sie in womöglich gerade in die leitende Position gebracht haben.

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Schließlich hat das Unternehmen bei der Beförderung auf Ihre weibliche Qualitäten gesetzt. Diese Stärken sollten Sie als Chefin gezielt ausbauen:

  • Spielen Sie Ihre Vorteile bei sozialer Kompetenz, ganzheitlichem Denken und menschlichem Einfühlungsvermögen voll aus. Vermeiden Sie Konkurrenzkämpfe – in Ihrem Team ebenso wie mit Ihren Kollegen auf der Führungsebene.
  • Beziehen Sie Ihr Team so weit wie möglich in Ihre Arbeit ein. Frauen haben weniger als Männer die Neigung, Macht an sich zu reißen. Geben Sie Verantwortung ab, delegieren Sie interessante Aufgaben mit großem Renommee. So motivieren Sie als Vorgesetzte fast nebenbei die ganze Abteilung.
  • Zeigen Sie deutlich, was Sie können und leisten. Frauen tendieren dazu, die eigenen Verdienste nicht ausreichend herauszustellen.
  • Gewöhnen Sie sich an, öfter „ich will“ zu sagen statt „könnten wir nicht“. Sie sind der Chef, tragen Entscheidungen und Verantwortung. Durchsetzungsvermögen und soziale Kompetenz schließen sich nicht aus.

Mentoren für den Einstieg

Suchen Sie sich einen Mentor oder eine Mentorin. Männliche Kollegen sind häufiger in Netzwerke eingebunden als Frauen. Mentoren helfen Ihnen, die Karriere zu planen und Fehler zu vermeiden. Sie führen Sie bei Veranstaltungen ein und verschaffen Ihnen Zugang zu Branchengeheimnissen. Dabei kommt es nicht auf das Geschlecht an, auch wenn eine Mentorin vielleicht einige Probleme auf dem Weg nach oben leichter nachvollziehen kann. Wichtiger ist der Einfluss, den der Mentor besitzt.

Jutta Gröschl