IT - Chrome OS
Das Unternehmen Google ist über zwei Schienen bekannt geworden: die Suchmaschine („Googeln“) und Google Earth. Daneben findet man aber noch weitere Anwendungen dieses Unternehmens, das mittlerweile den Anschein erweckt, allumfassende Dienste anbieten zu wollen.

Chrome OS - Entdecken Sie Neues!
Google-Dienste
So findet man bei Google auch: Google Mars, Googlemail, Google Maps, Google Calendar, Google Apps und vieles andere mehr. Neben praktischen Anwendungen rüstet sich Google jetzt zum ultimativen Instrument: einem eigenen Betriebssystem.
Chrome-Browser
Das zukünftige Betriebssystem ist eine Weiterentwicklung des Google-Browsers Chrome. Dieser Browser und der Internet Explorer von Microsoft vertragen sich anwendungstechnisch unter Windows bisher ohne Probleme.
Browser
Als Zwischenschritte gibt es zunächst die Weiterentwicklung Google Wave. Google Wave führt E-Mail und andere Nachrichtenfunktionen zusammen und fügt zusätzliche Möglichkeiten hinzu: soziale Netzwerke, automatische Übersetzungen und andere Dienste. Aber Chrome OS, das geplante Betriebssystem von Google, ist dennoch mehr als nur die Weiterentwicklung eines Browsers, obwohl Chrome OS äußerlich als eine Art intelligenter Browser in Erscheinung tritt, der dafür sorgt, dass die gewünschten Web Apps (E-Mail, Calendar, YouTube etc.) zur Verfügung stehen.
Open Source und Cloud
Auch Chrome OS wird Open Source sein. Als Betriebssystem unterscheidet es sich jedoch radikal von seinen klassischen Vorgängern und Konkurrenten, die bereits auf dem Markt sind. Chrome OS kennt kein Outlook, keinen Texteditor, kein Word. Es bezieht alles aus der Cloud. Dort befinden sich alle Dienste, die ein User benötigt: Fotos bei Flickr, Nachrichten bei Twitter, Finanzdienste bei PayPal und Informationen über jedermann bei Facebook. Tägliche Transaktionen sind in der Cloud zu tätigen. Mit Ausnahme von vertraulichen Dokumenten kann dort alles abgelegt werden (diese inzwischen aber auch ...). Nichts muss mehr lokal vorgehalten werden: E-Mails, soziale Informationen, Stadtpläne, Einkaufsoptionen und Musik liegen irgendwo – nur nicht mehr auf der lokalen Festplatte. Viele Menschen benötigen die lokalen Dienste ihres Computers schon heute nicht mehr, um Dinge zu erledigen, die im Web zu finden sind. Programmiersprache ist HTML5. HTLM5 kann Rich Media verarbeiten, ohne auf Plug-ins zurückgreifen zu müssen.
Chrome-OS-Plattform
Chrome OS benötigt als Plattform ein Netbook. Netbooks beziehen ihre Angebote aus Online-Diensten und ihre sämtlichen Funktionalitäten aus der Cloud. Auf dem Netbook findet man keine lokalen Anwendungen, keine Festplatte und nur rudimentäre Grafikmöglichkeiten. Sofort nach dem Booten befindet man sich in der Cloud, d.h. im World Wide Web mit allen erforderlichen Anwendungen, Speichermöglichkeiten und sozialen Netzwerken, die man benötigt. Web Apps (Gmail, Calendar, Docs und YouTube) passen perfekt in dieses Konzept.
Performance
Neben dieser Schlichtheit ist ein weiterer Vorteil von Chrome OS in der Performance zu finden. Google verspricht ein Maximum von sieben Sekunden, um von einem kalten Computer zum Lesen der ersten E-Mail zu kommen, allein die Boot-Zeiten sind enorm schnell, weil das gesamte Hochladen von lokalen Anwendungen und Checks entfällt. Bekanntermaßen wachsen ja Anwendungen, die beim Start gecheckt werden, wie Unkraut, bis schließlich das ganze System erstickt wird: Virenschutz, Terminerinnerungen, Updates usw. Bei einem Browser braucht man nicht einmal mehr den Doppelklick.
Netbook
Es ist davon auszugehen, dass Chrome OS mit den zugehörigen Netbooks Ende diesen Jahres auf dem Markt angeboten wird. In Zusammenarbeit mit Hardware-Herstellern wird ein spezielles Netbook auf Linux-Basis entwickelt, welches auf x86 ARM-Chips läuft. Das Netbook muss man bezahlen (einige hundert Euro), das OS ist kostenlos wie alles von Google. Google macht sein Geld über Werbeanzeigen von Anbietern anderer Produkte im Web. Natürlich ist davon auszugehen, dass der Trend von Chrome OS dahin geht, später auch auf anderen Plattformen zu laufen als nur auf fast nackten Netbooks, also auch auf Laptops und PCs. Aus diesem Grunde denkt Google auch schon über lokale Speichermedien nach, die anstelle von Festplatten eingebaut werden sollen – ähnlich wie sie bei Mobiltelefonen Anwendung finden. Und auch rudimentäre lokale Anwendungen sind denkbar, wie z.B. Textverarbeitung – für den Fall, dass das Netz einmal nicht zur Verfügung steht. Dann soll die Plattform nicht als nutzloses Gerät herumliegen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im WEKA-Fachwerk "IT-Management".





