IT-Learnings: Outsourcing
Das Outsourcing von IT in Länder, in denen noch ausreichend Ressourcen zu moderaten Preisen vorhanden sind, stellt an IT-Entscheider eine ganze Reihe an Anforderungen. Wie man sich dem Thema nähert, erfahren Sie hier.

Outsourcing
Beinahe jedes Jahr ist die Zuwanderung von ausländischen Talenten ein großes Thema in der Wirtschaft. Doch dringend benötigte Arbeitskräfte – vor allem im Bereich der IT – sind bereits in greifbarer Nähe – sie arbeiten nur eben im Homeoffice in Indien, Bangladesh oder in der Ukraine – man muss nur wissen wie man sie anzapft.
Grundlegende Überlegungen
Zuerst einmal muss festgelegt werden ob die Talente kurzfristig, mittelfristig oder langfristig gebraucht werden. Für kurzfristige Einsätze ist vom klassischen Outsourcing über Projektmarktplätze im Internet abzuraten. Der Grund liegen auf der Hand: Jedes Projekt braucht auch für erfahrene Entwickler eine gewisse Einarbeitungszeit.
Hier existieren aber Alternativen: Es gibt spezialisierte Outsourcing-Anbieter, die bereits über fertige Workflows sowie erfahrene Projektmanager verfügen und kurzfristig Projekte in der Frontend- und Backendentwicklung umsetzen können. Meist ist die Qualität recht zufriedenstellend, da diese Anbieter auf ihren guten Ruf und Weiterempfehlungen angewiesen sind. Fürs Frontend wären hier etwa Anbieter wie codingpeople und fürs Backend proudsourcing Beispiele.
Langfristig, mittelfristig
Wer allerdings langfristige Unterstützung im IT-Bereich sucht, der sollte darüber nachdenken, über Talentplattformen, wie etwa das indische Zendesk, geeignete Entwickler zu finden und diese peu à peu an die zu erledigenden Aufgaben heranzuführen. Starten Sie mit kleineren Testprojekten, um verschiedene Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Workflow, fachliche Qualitäten und Zuverlässigkeit zu sondieren. Bauen Sie persönliche Beziehungen zu den Arbeitskräften auf und sparen Sie nicht mit Prämien, wenn Projekte pünktlich abgeliefert werden. Manchmal werden Sie feststellen, dass die Entwickler nach einiger Zeit selbst zu Unternehmern werden und wiederum Subunternehmer einspannen. Das ist durchaus positiv zu bewerten, da hier Strukturen gebildet werden, die eine nachhaltige Entwicklung des dortigen Arbeitsmarkts fördern.
Wer mittelfristigen Bedarf im Unternehmen hat, dem bietet sich die Möglichkeit beide Herangehensweisen miteinander zu kombinieren. Absolvieren Sie aktuelle Projekte mit Outsourcing-Anbietern, aber bauen Sie gleichzeitig selbst Freelancer offshore auf. Beachten Sie dabei stets, rücksichtsvoll gegenüber Ihrem auswärtigem Mitarbeiter zu sein, beschäftigen Sie sich ein wenig mit der jeweiligen Kultur, aber dringen Sie auch auf feste Regeln. Dann ist Ihrem nächstes IT-Projekt und auch den folgenden eine gute Grundlage gegeben.
Dipl. Des. Chris Herrmann
Redakteur
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