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24.01.2012
IT Projekt

IT-Learnings: Was Entscheider von Coding Conventions lernen können

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Bevor heterogene Programmierteams ein Projekt beginnen, einigen sie sich auf Programmier Richtlinien, oder Coding Conventions. Warum das nicht nur in der Welt der IT Sinn macht, sondern auch im Geschäftsleben, zeigt sich bei genauerem Hinsehen.

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Coding Conventions

Programmier-Richtlinien sind im Grunde genommen kleine Heftchen, in denen grundlegende Vereinbarungen getroffen werden, die das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt erleichtern.

Diese Vereinbarungen können bestimmte Nomenklaturen betreffen, aber auch Ressourcengrenzen, Verfahrensmuster, die angewandt werden sollen oder Syntaxregeln.

Konkrete Beispiele, wie sie oft in Coding-Richtlinen auftauchen, wären etwa:

 

  • Alle untergeordnetetn Elemente sollten mit der TAB-Taste eingerückt werden.
  • Kein Modul sollte über 2.400 Code-Zeilen enthalten.
  • Ordnernamen sind auf Englisch, in Kleinschreibweise und im Plural zu benennen. Beispiel: 'styles'
  • Alle vom Standard abweichenden Befehle und Objekte sollten kommentiert werden.
  • Alle Ressourcen sollten im Wiki dokumentiert werden.
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Wie man schnell erkennt, sind diese Regelungen nicht aus Willkür, sondern aus einer Nützlichkeit heraus entstanden. Die erste Regel etwa sorgt für Ordnung im Code und macht Strukturen schnell erfassbar. Die zweite Regel soll die Ressourcen schonen und für Schlankheit des Codes sorgen. Die dritte Regel beseitigt Zweifel bei der Namensgebung und hilft beim Auffinden und Verlinken von Inhalten. Regel Nummer vier erleichtert schließlich die Einarbeitung anderer Teammitglieder in den entstandenen Code. Die fünfte Regel macht gemeinsames Wissen möglich.

All diese Regeln haben gemeinsam, dass jeder Beteiligte sie akzeptiert, weil sie erstens die eigene Arbeit erleichtern und zweitens, weil sie durch Best Practice entstanden sind und nicht durch eine höhere Macht, wie etwa einem Unternehmensberater, verordnet wurden.

Das Beispiel der Coding-Richtlinien für Softwareprojekte lehrt uns also zweierlei: Regeln sollten im Idealfall durch Teilnahme und Einsicht der Beteiligten entstehen und nicht einfach übergestülpt werden. Und zweitens: Bevor ein Projekt gestartet wird, sollten gewisse Regeln festgelegt werden, die Ressourcen schonen, Kommunikation erleichtern, Wissen verfügbar machen und für Klarheit sorgen. Versuchen Sie es einmal!

Dipl. Des. Chris Herrmann
Redakteur
förderland - Wissen für Gründer und Unternehmer