IT-Learnings: Wireframing – Überzeugen durch Funktionskizzen
IT-ler, ähnlich wie Businessleute, tun sich recht schwer damit, Ideen zu visualisieren. Noch ärger wird’s, wenn ganze Prozesse veranschaulicht werden sollen. Zum Glück haben sich Programmierer Werkzeuge ausgedacht, mit denen auch verhinderte da Vincis zu ansehnlichen Resultaten gelangen können: Wireframes!

IT-Learnings: Wireframing
Das Wort 'Wireframe' heißt auf Deutsch soviel wie 'Drahtgitter' und lehnt sich an das Erscheinungsbild von noch ungerenderten 3D-Modellen an. Diese erscheinen wie aus Draht zusammengebastelt – dennoch erkennt man schon worum es geht. Und genau das ist der Ansatz von Wireframes, einer simplen Technologie, mit der man recht schnell anschauliche Prozesse und Oberflächen skizzieren kann.
Für diese Zwecke haben verschiedene Anbieter (z.B. gomockingbird.com) Cloud-Software entwickelt, die eine umfangreiche Auswahl an Grafiken bietet, die für die anstehenden Aufgaben relevant sind. Klassische Web-Entwickler-Wireframe-Sets bestehen aus Eingabefeldern, Linkgrafiken, Bilder-Dummies, Buttons und jeder Menge mehr. Diese sind alle in Größe und Dimension skalierbar und alle besitzen die selbe Optik: Sie bestehen aus krickeligen Linien und es gibt sie nur in schwarz-weiß – genau wie bei einer Bleistftskizze.
Wer nun denkt, dass die Macher dieser Werkzeuge sich Arbeit sparen wollten, indem sie die Grafiken nicht ausgearbeitet haben, der täuscht sich. Einerseits dient diese Anmutung dazu, allen Elementen das gleiche – und somit konsistente – Aussehen zu geben, andererseits zeigt es dem Kunden bei der Präsentation, dass es sich hier nicht um eine ausgearbeitete Version handelt, sondern um ein von der Form unabhängige Funktions-Simulation.
Und genau das kann man auch von den Wireframes
lernen: Wenn man etwas präsentiert, sollte es sich entweder ein Entwurf mit
einem gewissen Anspruch an fertige Ästhetik handeln oder übertrieben deutlich
um eine Skizze, bei der alle Teile, die zu Missverständnissen führen könnten,
weggelassen wurden. Dazwischen gibt es nur Komplikationen.
Dipl. Des. Chris Herrmann
Redakteur
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