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03.05.2011
Aus den WEKA-Fachwerken

IT on demand – Kosten sparen mit System

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Die Situation vieler IT-Verantwortlicher ist in budgetärer Hinsicht weiterhin angespannt. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der starke Kostendruck, der auf der Unternehmensdatenverarbeitung und dem IT-Management lastet, auch noch in mittelfristiger Hinsicht anhalten wird. Folglich ist es wenig verwunderlich, dass sich das IT-Management die Frage stellt, ob es nötig ist, immer die gesamte Bandbreite der IT-Infrastruktur direkt vorhalten zu müssen (was mit relativ hohen Kosten einhergeht), oder ob der unternehmensspezifische IT-Bedarf evtl. bedarfsgerecht abgerufen werden kann.

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Die Notwendigkeit der Vorhaltung der gesamten IT-Infrastruktur wird infrage gestellt

Die nachfolgende Untersuchung befasst sich in einer sehr praxisbezogenen Form (praktische Erfahrungswerte) näher mit der Thematik der „IT on demand” und erläutert einige Hintergrundzusammenhänge, was es dem IT-Management erleichtert, die Thematik auf die individuell gegebene Situation zu übertragen. Außerdem wird anhand der Problematik des Software-Konfigurationsmanagements beispielhaft untersucht, was bei einer Hinwendung zu diesen technischen Möglichkeiten (in allgemeiner Form, bei Outsourcing/Outtasking oder bei IT on demand) seitens des IT-Managements beachtet werden sollte.

IT-Verfügbarkeit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort

IT on demand – für jede Branche ein anwendbarer Lösungsansatz

Betrachtet man die Ausgangslage vieler Unternehmen, Organisationen und Behörden, wird schnell eine kostentreibende Gemeinsamkeit erkennbar – es sind sehr oft

  • vergleichsweise stark dezentralisierte,
  • heterogene,

  • komplexe und

  • zerklüftete (in zahlreiche kleinere Einheiten unterteilte) IT-Organisationen

anzutreffen. In solchen Fällen bzw. bei einer derartigen Ausgangssituation hat es das IT-Management schwer, die IT-Kosten im Griff zu behalten oder gar zu senken – somit wird die Erfüllung der jährlichen Zielvorgaben der IT-Leiter, IT-Business-Manager oder CIOs (Chief Information Officer) immer schwieriger.

Eine wohldurchdachte IT-Strategie als Grundlage

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass die Entscheidung in Richtung „IT on demand” nicht als „isolierte Entscheidung”, sondern immer im Rahmen einer wohldurchdachten IT-Strategie getroffen werden sollte. Hier sollte das IT-Management Schritte wie die

  • gezielte Konsolidierung der unternehmensspezifischen IT-Infrastruktur sowie die
  • Zusammenfassung der einzelnen Organisationseinheiten

Konsolidierung der unternehmensspezifischen IT-Infrastruktur und Zusammenfassung der einzelnen Organisationseinheiten

in Betracht ziehen. Diese Schritte sind als Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines „IT-on-demand-Konzepts” zu sehen. In die IT-Praxis übertragen bedeutet das für das IT-Management, dass im Bereich der IT-Infrastruktur sowohl

  • die Mainframes,
  • die Midrangerechner,

  • die Serversysteme sowie

  • der Storage (auch an die Möglichkeiten der Storage-virtualisierung sollte gedacht werden) und

  • alle unternehmensspezifischen Kerntechnologien

konsolidiert werden sollten, um eine ganzheitliche On-demand-Strategie für das Gesamtunternehmen ausarbeiten/planen zu können. Nachfolgend einige Empfehlungen zu den typischen On-demand-Kriterien (praktische Erfahrungswerte).

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Analyse zur Feststellung der Demandkriterien im Unternehmen

In der IT-Praxis haben sich aus einer Reihe von Ansatzpunkten vier wirklich typische Demandkriterien herauskristallisiert. Das IT-Management ist in diesem Fall gut beraten, wenn es eine gezielte Analyse bezüglich der im Unternehmen gegebenen Demandkriterien initiiert, da es hier unternehmens-/branchenspezifische Besonderheiten zu beachten gilt.

Wenigstens eines der vier Demandkriterien muss gegeben sein

Hier zeigt die gängige Praxis, dass alle Bereiche untersucht werden sollten, die für On-demand-Ansätze oder -Modelle lohnenswert erscheinen – als Faustregel für das IT-Management sollte gelten, dass ein identifizierter Bereich als „lohnenswert” eingestuft werden kann, wenn wenigstens eines der vier nachfolgend genannten Demandkriterien gegeben ist:

  • das Ergebnis der Analyse besagt, dass der technische Wandel in diesem Bereich für das Unternehmen zu schnell und zu kostenintensiv ist (kurze Innovationszyklen, sehr schnell veralternde Technik etc.)
  • wenn der Geschäftsverlauf des Unternehmens als volatil eingestuft werden kann
  • wenn sich aus weitestgehend standardisierten Abläufen, Prozessen und Technologien für das Unternehmen ein größtmöglicher Vorteil/Nutzen einstellt
  • wenn die Untersuchung belegt, dass in vielen Bereichen verhältnismäßig hohe „Grenzkosten” für das Unternehmen entstehen, die durch ein IT-on-demand-Konzept geschickt vermieden/umgangen werden können

Typische Demand-Analyseergebnisse

Da sich namhafte IT-Unternehmen wie IBM mit der IT-on-demand-Thematik näher befassen, kann diesem Thema ein entsprechend hoher Stellenwert zugebilligt werden. Andererseits muss berücksichtigt werden, dass sich viele IT-Verantwortliche noch nicht näher mit den Inhalten oder Anforderungen in Sachen „IT on demand” auseinander gesetzt haben. Bei einer sorgfältigen Analyse im Unternehmen ergeben sich erfahrungsgemäß Ansatzpunkte auf dem

  • Storagesektor,
  • im Bereich der Netzwerkinfrastruktur sowie bei den
  • Clientstationen (PC-Arbeitsplätzen).

Reduzierung der historisch gewachsenen Lieferantenvielfalt im Storagebereich

Im Bereich des Storage kann durch eine gezielte Demandstrategie die vielfach historisch gewachsene Lieferantenvielfalt deutlich zurückgefahren werden. Hier bietet es sich an, einen Storagehersteller auf unternehmensweiter Basis mit der Storageversorgung des Unternehmens zu betrauen und somit gleichzeitig einen Storagestandard einzuführen bzw. die Heterogenität auf diesem Sektor zu senken. Gleichzeitig sollte aber auch über die Vorzüge und Möglichkeiten einer gezielten Storagevirtualisierung nachgedacht werden.

Kosteneinsparungen für das IT-Management gut nachvollziehbar und messbar

Der Vorteil, der sich für das Unternehmen im Bereich der Speicherkapazitäten ergibt, ist sowohl in Zeit- als auch in Kosteneinsparungen für das IT-Management nachvollziehbar und messbar. Die Zeiten, in denen der anwachsende Storagebedarf vergleichsweise lange im Voraus berechnet und geplant werden musste, können nun als obsolet angesehen werden (übliche Vorlaufzeiten von einigen Wochen fallen somit nicht mehr an). Die IT-on-demand-Strategie hat zur Zielsetzung, dass dem Unternehmen zeitnah der benötigte Speicherplatz zur Verfügung gestellt wird, wobei nur die tatsächlich benötigten Storagemengen kostenmäßig zu Buche schlagen (bessere Kontrolle der IT-Investitionen sowie der nachgelagerten Wartungs-/Servicekosten durch das IT-Management möglich).

Kapazitäten auf Abruf zur Verfügung stellen

In der IT-Praxis hat sich gezeigt, dass gerade beim Storage sehr gute Möglichkeiten bestehen, dass die Hersteller und Anbieter die benötigten Kapazitäten „on demand” (...auf Abruf....) zur Verfügung stellen können. Aber auch das Unternehmensnetzwerk ist ein Bereich für den On-demand-Ansatz, da auch hier die bedarfsgerechte und zeitnahe Versorgungssituation als relativ gut eingestuft werden kann. Wenn man voraussetzt, dass geeignete Partner zur Verfügung stehen, kann es sehr sinnvoll sein, den Betrieb der Netzwerkinfrastruktur an ein spezialisiertes Unternehmen auszulagern.

Messung der Storagebelegung und des realen Datenverkehrsaufkommens

Ähnlich wie man heute auf Tools zurückgreift, um die effektive Storagebelegung zu messen, kennt man auf dem Sektor des Netzwerkbetriebs (beim Datenverkehrsaufkommen) gute Werkzeuge mit denen der tatsachliche Datendurchsatz (also der reale Verbrauch) ermittelt werden kann. Somit besteht für das IT-Management die Möglichkeit, für das eigentliche Datenverkehrsaufkommen zu bezahlen und nicht für die Verfügbarkeit oder die Bereitstellung der eigentlichen Netzwerkinfrastruktur (auch die üblichen Service-/Wartungskosten können in diesem Fall als obsolet angesehen werden).

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