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22.09.2011
LAN-Analyse und -Troubleshooting

Mediastream - ein Wort in aller Munde

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Mediastream ist ein Schlagwort, das heutzutage gern von allen Seiten benutzt wird, um Produkte zu verkaufen, mehr Budget zu erhalten oder einfach vorn mit dabei zu sein. Doch wenige sind in der Lage, eine konkrete Definition abzugeben.

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Analyse von Mediastreams

Mediastreaming beinhaltet im Wesentlichen Videostreaming. Jedoch ist Audiostreaming dabei nicht ausgeschlossen, sondern ein weiterer wesentlicher Bestandteil davon.

Definition

Mediastreaming (manchmal auch als Streaming Media bezeichnet) ist die Übertragung von bewegtem Bild und Ton über ein Datennetz (sei es LAN oder WAN); ein Thema, das erst seit kurzer Zeit die Aufmerksamkeit der Videotechnik-Fachwelt auf sich zieht – nicht zuletzt, weil noch vor wenigen Jahren an eine Übertragung von Videodaten bandbreitentechnisch nicht zu denken war. Dabei wird der Stream in Echtzeit übertragen, d.h. der Nutzer muss nicht erst warten, bis die komplette Datei übertragen ist, sondern kann schon von Beginn an den Film, das Video, ¼ betrachten.

Unterschied zum Fernsehen
Vom technischen Anspruch her unterscheidet sich eine Mediastreaming-Produktion kaum von einer normalen Fernsehproduktion mit Mobilstudio – lediglich die Rechnertechnik für Digitalisierung, Encoding und Netzwerkbroadcast kommt noch hinzu. Damit können heute bereits kleine und mittlere Events (Tagungen, Vorträge, Präsentationen) ins Internet übertragen werden.

Analyse wie bei VoIP
Mediastreaming hat Gemeinsamkeiten mit VoIP, was die Anforderungen an das Netz angeht, wie z.B. die Priorisierung der Pakete, Delay, QOS, ¼ Mediastreaming wie auch VoIP sind so genannte Echtzeit-Anwendungen. Deshalb geht die Analyse ähnlich vonstatten, wie sie im VoIP-Kapitel beschrieben wird.

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RTSP
Zusätzlich zu den bisher bekannten Protokollen gibt es noch RTSP. RTSP (Real Time Streaming Protocol) ist ein Client/ Server-Application-Level-Protokoll, das für das Steuern der Anlieferung von Daten mit Realzeiteigenschaften zuständig ist. Es stellt Verbindungen her und steuert entweder einzelne oder mehrere zeitsynchronisierte Ströme von kontinuierlichen Medien wie Audio und Video. Es verwendet Transportprotokolle wie UDP, multicast UDP, TCP und RTP, um die ununterbrochenen Ströme zu liefern. Das heißt, RTSP dient als „Fernbedienung des Netzes“ für Multimediabediener. Quellen von Daten können Phasendatenzufuhren und gespeicherte Clips einschließen. RTSP wurde als Standard im RFC 2326 im April 1998 beschrieben.

Streaming Formate
Die bekanntesten Streaming-Formate sind:

  • Windows Media (.wmv, .asf),
  • RealMedia (.rm, .ram),
  • Quicktime (.mov),
  • Simple Profile Mpeg4 (.mp4) und
  • Mpeg1 (.mpg).

Messgrößen

Folgende Quälitätsmessgrößen gibt es beim Mediastreaming:

  • Jerkiness ist das Wahrnehmungsmaß für Bewegungen, die nicht glatt aussehen. Eine Primärursache der wahrgenommenen Jerkiness ist der Verlust von Frames wegen der Netzüberlastung oder des Paketverlusts.
  • Blockiness: Wahrnehmungsmaß der Blockstruktur, die für alle DCT-basierten Bildkompressionstechniken allgemein ist.
  • Blurriness: Wahrnehmungsmaß des Verlusts feiner Details und das Schmieren der Ränder im Bild. Er wird gewöhnlich durch eine Hochfrequenzverminderung an irgendeinem Punkt des Aufnahme- oder Kodierungsprozesses verursacht.
  • MOS (Mean Opinion Score): objektives Maß der gesamten wahrgenommenen Qualität des verarbeiteten Mediastreams

Codecs

Wie es bei Sprache (VoIP ) diverse Codecs gibt, z.B. G711, G729, so gibt es sie auch im Mediastream-Bereich. Der Fokus liegt hierbei auf dem neu definiertem H.264, mpeg 4, mpeg 3 Codec.

H.264 wurde durch verschiedene RFCs ansatzweise beschrieben, wie z.B.

  • RFC 2833. Dieses Memo beschreibt das RTP-Payload-Format für den H.264 video codec (als ITU-T-Empfehlung).
  • RFC 2361: Dieser RFC bietet Hinweise auf die Registry innerhalb des IANA Vendor-Tree.


Mathias Hein
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