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03.02.2011
Gesundheit

Kantinen-Food tut trotzdem gut

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Man leidet vor sich hin, ohne dass man etwas daran ändern kann. Das Jammern über das Essen in der Kantine gehört zum Arbeitsalltag wie der Regen zum Wochenende.

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Vertrauen Sie Ihrer Kantine

Empfehlungen über gesunde Ernährung und die schädlichen Auswirkungen von schlechtem Essen gibt es in Hülle und Fülle. Die wichtigsten Kritikpunkte am Kantinenessen sind: zu viel Fett, zu viel Salz, zu wenig Vitamine.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verpflegung in den Betrieben stärker auf eine ausgewogene Ernährung auszurichten. Mit ihrer Kampagne „Job & Fit“ setzt sie sich dafür ein, dass das Kantinenessen in Deutschland besser wird. Die DGE plädiert dafür, die Qualität des Kantinenessens zu verbessern: mehr Ausgewogenheit in der Mittags- und Zwischenverpflegung, kostengünstige Speisen, umfangreiches Angebot an alkoholfreien Getränken. Ein Kantinenangebot, das von den Mitarbeitern gut angenommen wird, hat auch für den Arbeitgeber Vorteile. Es verbessert das Image des Betriebs, verringert die Fluktuation und erhöht die Produktivität.

Essen und Trinken

Zur ausgewogenen Ernährung gehört vor allem Vielseitigkeit. Die Betriebskantine sollte eine vielseitige Salatbar mit frischen Salaten bieten. Ein- bis zweimal pro Woche sollte Seefisch auf der Speisekarte stehen. Empfehlenswert ist eine regelmäßig wechselnde Auswahl zwischen Reis, Kartoffeln und Nudeln, wobei auch Vollkornprodukte berücksichtigt werden sollen. Die Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, als Beilagen auch Speisen zu wählen, die schonend gegart und nicht paniert oder frittiert sind.

Die Betreiber des Betriebsrestaurants sollten überdies darauf achten, dass die Mitarbeiter ausreichend Möglichkeiten haben, sich für den Nachmittag mit frischen Kleinigkeiten zu versorgen.

Jede Kantine sollte einen Briefkasten oder eine E-Mail-Adresse einrichten, an die Mitarbeiter Anregungen und Wünsche zustellen können. Für die Mitarbeiter, die im Betrieb einen weiten Weg zur Kantine haben, sollten in ausreichender Anzahl Automaten zur Verfügung stehen, die mit Snacks und Getränken befüllt sind.

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Betriebsvereinbarung

Sinnvoll ist es, die Modalitäten der Umstrukturierung der Kantine in einer Betriebsvereinbarung festzulegen.

Sie legt allgemein die Ziele fest, die für die Kantine angestrebt werden, also etwa:

  • leichte Kost
  • einen Anteil an vegetarischen Gerichten 
  • Umweltverträglichkeit der Rohstoff 
  • Zubereitungsart und Ähnliches

Sozialverträgliche Preise

Dass der Unternehmer für die Verpflegung der Arbeiter am Arbeitsplatz sorgen soll, ist eine der ältesten Forderungen, die Arbeitnehmer stellen. Arbeitgeber tragen diesem Anspruch auch heutzutage in vielen Varianten Rechnung. Als Betriebsrat können Sie für Ihr Unternehmen prüfen, welche Möglichkeiten infrage kommen, die den Arbeitnehmern Kosten sparen. So bezuschussen manche Unternehmen die Kantine, indem sie den Betreibern kostenlos Räume, Maschinen, Strom, Wasser und Geschirr zur Verfügung stellen. Der Betreiber der Kantine kann dann günstiger wirtschaften und mitarbeiterfreundlichere Preise anbieten. In manchen Betrieben sind diverse Essensmarken-Konzepte üblich oder der Betrieb bezuschusst die Essen der Mitarbeiter direkt. Wo es keine Kantine gibt, stellen manche Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine Auswahl an alkoholfreien Getränken zur Verfügung.

Besseres Essen für alle

Dann wird das Jammern über das Kantinenessen auch in Ihrem Betrieb bald der Vergangenheit angehören.

Was Sie in Ihrer Kantine verbessern können

  • Sind alkoholfreie Getränke günstiger als alkoholische? 
  • Gibt es eine Salatbar im Eingangsbereich?
  • Gibt es ausreichend Obst bzw. Joghurt für nachmittags?
  • Gibt es genügend Automaten?
  • Wird täglich ein vegetarisches Gericht angeboten?
  • Sind mehrmals wöchentlich Vollkornprodukte verfügbar?
  • Steht zweimal pro Woche Seefisch auf der Karte?
  • Sind die Speiseräume ansprechend gestaltet?
  • Sind die Wartezeiten an der Kasse nicht zu lang?
  • Ist eine Kantinenkommission im Amt?

Quelle: www.gwi.de