„Business Excellence“ – Nachhaltiger Unternehmenserfolg durch Weiterentwicklung Ihres QM
Eine Zertifizierung z. B. nach DIN EN ISO 9001 verspricht heute häufig keinen Wettbewerbsvorteil mehr, sondern ist vielmehr zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Deshalb suchen immer mehr Unternehmen nach neuen Möglichkeiten, ihr bestehendes Qualitätsmanagementsystem weiterzuentwickeln. Dabei stellt die Philosophie des Total Quality Managements (TQM) mit der Zielsetzung des Business Excellence eine vielversprechende Alternative dar. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag die Kernpunkte dieses Ansatzes.

Motivation ist entscheidend
In der Regel besteht in Unternehmen, die eine Weiterentwicklung in Richtung Business Excellence ins Auge fassen, bereits ein gelebtes Qualitätsmanagementsystem, z. B. nach ISO 9001:2000. Eine Zertifizierung ist für die weitere Vorgehensweise allerdings keine zwingende Voraussetzung. Vielmehr ist es wichtig, dass das bestehende System von den Mitarbeitern getragen wird und das Bewusstsein und die Motivation vorhanden sind.
Was bedeutet Excellence?
Mit Excellence sind überragende Praktiken in der Führung einer Organisation und bei der Erzielung von Ergebnissen gemeint.
TQM folgt einem ganzheitlichem Ansatz
Während sich ein Qualitätsmanagementsystem auch heute noch sehr stark auf die Kernprozesse und das Produkt konzentriert, sieht TQM einen ganzheitlichen Ansatz vor. Damit können Sie Business Excellence, also eine herausragende Unternehmensleistung erzielen. Eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Voraussetzung für die Einführung eines solchen Systems ist die 100%-ige Absichtserklärung der Unternehmensleitung, weil diese fortan in ihrer Vorbildfunktion das System täglich bestätigen oder neu begründen muss. Die unten stehende Abbildung stellt die verschiedenen Dimensionen des Qualitätsbegriffs im Sinne eines totalen Qualitätsmanagement-Ansatzes dar.

Wie Sie in der Grafik sehen können, umfasst der Qualitätsbegriff beim TQM nicht nur das Produkt oder die Dienstleistung. Der Auslöser des Kernprozesses ist zwar nach wie vor der Kunde mit seinen Anforderungen. Doch ist dies nicht der einzige Bereich, den es zu beachten gilt.
Berücksichtigen Sie alle Interessen
Im Sinne eines umfassenden Managementansatzes sind neben den eigentlichen Kunden weitere Interessengruppen von Bedeutung. Dazu zählen z. B.:
- Mitarbeiter
- Führungskräfte
- Shareholder (Eigentümer)
- Lieferanten und Partner
- Gesellschaft.
Somit sind auch die Anforderungen und Erwartungen dieser Teile soweit möglich zu berücksichtigen. Diese erweiterte Betrachtung basiert sicherlich nicht auf reiner Gutmütigkeit oder Nächstenliebe. Vielmehr sollte dahinter eine Win-win-Strategie stecken, bei der es nicht nur darum geht, die eigene Position durchzusetzen oder gezwungenermaßen Abstriche zu machen, sondern vielmehr eine dauerhafte Lösung zu finden, die von allen Beteiligten getragen und akzeptiert wird. Auf diese Weise wird eine Situation geschaffen, in der jeder das sichere Gefühl hat, durch diese Lösung etwas zu gewinnen – eine optimale Basis also für langfristigen Erfolg.
Ganzheitlichkeit bedeutet Integration
Die durch TQM geforderte ganzheitliche Betrachtung führt zudem zu einer Integration von anderen Managementsystemen, wie z. B. Arbeitssicherheit oder Umweltschutzmanagement. Auf diese Weise können Redundanzen abgebaut werden. Auch für die Mitarbeiter ist der Umgang mit nur einem System von Vorteil und steigert dessen Akzeptanz.




