Qualitätsziele und Qualitätsverbesserung im Einkauf
Themen wie Qualitätslenkung und Qualitätsverbesserungen begegnen Ihnen im Unternehmensalltag als Aufgabe des Einkaufs und der Beschaffung. Doch stehen Ihnen die richtigen Instrumente zur Verfügung? Setzen Sie Ihre qualitätslenkenden Werkzeuge effektiv ein? Wo im Einkaufsprozess sind Sie am erfolgreichsten? Arbeiten Sie mit Ihrem Team im Workshop an diesem Themenkomplex.

Qualitätsziele und Qualitätsverbesserung im Einkauf angehen und umsetzen
Als Führungskraft im Einkauf sollten Sie darauf achten, dass qualitätslenkende Instrumente mit dem Ziel eingesetzt werden, die Anforderungen an das Produkt oder die Dienstleistung zu erfüllen. Die Erfahrung vieler leitender Mitarbeiter im Einkauf zeigt, dass diese Tools sowohl vor als auch während und nach dem Kauf von Produkten genutzt werden sollten. Die folgenden Instrumente spielen dabei eine Rolle bzw. stehen Ihnen im Einkauf zur Verfügung:
Schritt/Instrument Nr. 1:
Erstellen Sie ein Pflichtenheft, um die Leistungsanforderungen an das Produkt in einer Spezifikation und oder Zeichnung mit dem Lieferanten abzustimmen.
Schritt/Instrument Nr. 2:
Vorbeugend sollten Sie vor dem Kauf technische Liefer-, Prüf- und Abnahmebedingungen mit dem Lieferanten abschließen. Somit schaffen Sie die Voraussetzung dafür, dass die zu erbringende Leistung für den Lieferanten klar definiert ist.
Schritt/Instrument Nr. 3:
Führen Sie ein, dass neue und unbekannte Lieferanten ein Anschauungsmuster zur Verfügung stellen. Prüfen Sie dieses im Qualitätsmanagementprozess qualitativ und technisch.
Schritt/Instrument Nr. 4:
Bei der Zulassung neuer Lieferanten führen Sie eine ausführliche Beurteilung durch. Nur dann können Sie sicherstellen, dass der Lieferant sowohl prozesssicher als auch leistungsbereit ist. Diese Instrumente sind Ihnen und sicherlich auch Ihrem Team bekannt und Sie setzen diese mehr oder weniger strukturiert und regelmäßig ein. Möchten Sie nun daran gehen, Ihr Qualitätsmanagement stetig zu verbessern bzw. auch richtig zu strukturieren, sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Abteilung anfangen, die Dinge im Unternehmensalltag zu verankern.
Dies funktioniert immer sehr gut, wenn Sie hierzu die Inhalte und Abläufe gemeinsam erarbeiten. Führen Sie mit Ihrem Team einen moderierten Workshop durch.
Workshop Qualitätsmanagement
Überschrift/Thema: Der Einsatz und die Definition der richtigen qualitätslenkenden Instrumente
- Zeitbedarf ca. 4 Stunden (ohne Pausen) Setzen Sie für sich als Moderator genügend Zeit dafür an, den Workshop zu planen. Die Arbeit mit Team und Kollegen bringt natürlich auch immer Überraschungen mit sich, mit denen man nicht gerechnet hat. Haben Sie einen Plan, einen Weg, einen genauen Leitfaden, können Sie auch Umwege gehen, um dann wieder zum Thema und Ihrer Struktur zurückzukehren.
Experten-Rat
Workshops zu moderieren ist reine Übungssache, wenn einem die Grundzüge bekannt sind. Kennen Sie die Techniken und sind Sie mit den Hilfsmitteln bekannt, die eingesetzt werden können, so werden Sie sehen, dass Sie sich von Workshop zu Workshop als Moderator und vor allem auch als „Planer“ (Zeit, Ablauf etc.) verbessern.
Beispielhafter Workshopablauf
1. Phase: Vorabinformationen zum Thema an die Teilnehmer zur Vorbereitung versenden (ca. eine Woche vorher)
2. Raum/Begrüßung: Schaffen Sie eine gute Arbeitsatmosphäre. Holen Sie Ihr Team „ab“ und fragen Sie nach Erwartungen/ Zweifeln etc. Wichtig dabei ist, dass Sie am Ende des Workshops den Kreis hierher auch wieder schließen. Stellen Sie den Zeitplan für den Workshop vor (auch für die einzelnen Aufgaben), z. B. in Form eines Flipcharts, das während des gesamten Workshops für alle sichtbar bleibt.
3. Themenpräsentation: Fragen beantworten, Missverständnisse ausräumen
4. Ideen sammeln: Hierzu eignet sich eine Abfrage mit Metaplankarten.
5. Zusammenfassen: Cluster (Themenblöcke, Sinneinheiten etc.) unter Ihrer Moderation bilden.
6. Gruppenaufgabe: Bilden Sie Kleingruppen und lassen Sie diese eine Aufgabenstellung von Ihnen zum Thema bearbeiten (unterstützen Sie die Gruppen).
7. Vorstellung der Ergebnisse: Die Kleingruppen präsentieren durch ein Gruppenmitglied ihr Thema.
8. Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion im Plenum
9. Struktur/Umsetzung: Erstellung eines Maßnahmenplans (wer macht was bis wann?)
10. Verabschiedung und „Kreis schließen“
Markus Lemme





