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04.03.2009
Kennzahlenanalyse Teil I

Verschiedene Arten betriebswirtschaftlicher Kennziffern

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Krisensituationen sind nahezu unvermeidbar. Insbesondere in wirtschaftlich angespannter Lage, etwa im Rahmen der derzeitigen (Banken-) Krise greifen Probleme an anderer Stelle bis auf Unternehmensebene über. Dann aber ist es wichtig, darauf zumindest vorbereitet zu sein.

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Zahlen über Zahlen

In diesem Beitrag finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Arten betriebswirtschaftlicher Kennziffern und ihr jeweils sinnvolles Einsatzspektrum.

In den folgenden Beiträgen werden diese Kennziffern erläutert und ihre Berechnung/Herleitung erklärt.

Zum Abschluss der Serie „Kennzahlenanalyse“ finden Sie in unserem Downloadbereich ein Kennzifferntool, mit dem Sie kostenfrei die Werte der gängigsten Kennzahlen für Ihr Unternehmen errechnen können.

Es wird zwischen drei Arten von Kennziffern unterschieden:

  1. Renditekennzahlen
  2. Kennzahlen zur Finanz- und Ertragskraft
  3. Wertorientierte Kennzahlen


Nicht alle Kennzahlen sind für jedes Unternehmen geeignet. Letztendlich obliegt die Auswahl der aussagekräftigsten Kennziffern der Unternehmensführung. Allerdings ist eine grundsätzliche Unterscheidung möglich, abhängig von der Phase bzw. Situation, in der sich das Unternehmen befindet.

In der Wachstumsphase eines Geschäftes stehen wachstumsorientierte Ziele im Vordergrund. Kennzahlen, die diese Ziele abbilden, sind u.a. die (absolute) Umsatzsteigerung, Gesamtkapitalrentabilität, Umschlagsdauer und Umschlagshäufigkeit des Kapitals, Deckungsbeiträge etc.

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In der Reifephase ist der Fokus vor allem auf die Rentabilität gerichtet. Diese wird abgebildet durch z.B. Umsatzrentabilität, Kapitalrentabilität, Kundenrentabilität, Kennzahlen für das Working Capital und die Anlagennutzungsrate.

In der Erntephase müssen Unternehmen oder einzelne Geschäftseinheiten versuchen, den Cashflow zu maximieren.

Ziel ist es, mit den in der Vergangenheit getätigten Investitionen möglichst hohe Rückflüsse zu erreichen und damit den Kapitalwert dieser Investitionen zu maximieren. Maximierung des Cashflow und Reduzierung des Working Capital sind in dieser Phase die geeigneten Kennzahlen.

Diese Unterteilung ist nicht fix, sie dient als grobe Orientierungshilfe für Unternehmer, Manager und Geschäftsführer, um sich nicht in einem Wust aus Kennzahlen zu verzetteln, sondern sich auf wenige, effektive Kennzahlen zu beschränken.

Autor: Burkhard Rüth, maquas Unternehmensberatung