Mit E-Learning Zeit und Geld sparen
Mittlerweile lernen 17 Millionen Bundesbürger per Computer und Internet. Dabei sind PC-Schulungen und Trainings für den Beruf am beliebtesten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM. Interessant für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Weiterbildung von Kurzarbeitern finanziell.

Lernsoftware ermöglicht das Lernen von zuhause aus per Computer und Internet.
E-Learning entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung. Laut einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM setzen 17 Millionen Bundesbürger den Computer gezielt zum Lernen ein. Das entspricht 36 Prozent der PC- und Internetnutzer in Deutschland.
Besonders intensiv wird Lernsoftware in der beruflichen Bildung eingesetzt. Laut Umfrage nutzen 41 Prozent der Berufstätigen und Auszubildenden den Computer für die persönliche Aus- oder Weiterbildung. Unter Rentnern, Hausfrauen und Arbeitslosen sind es immerhin 23 Prozent.
Weiterbildung mit Lernsoftware aktiv unterstützen
„In der aktuellen Wirtschaftskrise sollten die Unternehmen aktiv auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter setzen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Moderne Trainingsformen per Computer und Internet sollten dabei eine zentrale Rolle spielen. E-Learning spart Zeit und Geld.“
Als E-Learning wird computer- und internetgestütztes Lernen bezeichnet. Dabei wird zum Beispiel mit einer Lernsoftware Wissen vermittelt oder Trainer und Seminarteilnehmer treffen sich in so genannten virtuellen Klassenräumen.
„E-Learning hat den Vorteil, dass die Lernenden selbst bestimmen können, wann und wo sie lernen“, sagte Scheer. So können Trainings mit Unterstützung von Video-, Sprach- und Chatfunktion am PC unabhängig von einem bestimmten Ort durchgeführt werden.
Kombination von Präsenzseminaren und E-Learning
Sehr häufig kommt in der Praxis eine Kombination von Präsenzveranstaltungen und Lernsoftware zum Einsatz, bei dem die Lerneinheiten am Computer nachbearbeitet und das Wissen vertieft wird. Zudem erleichtert das Internet die Kommunikation zwischen Coach und Teilnehmer.
Nicht zum E-Learning gehören einfache Recherchen mit dem Internet oder die Erstellung von Dokumenten für Seminare, Kurse und andere Unterrichtsformen.
Lernsoftware wird v.a. für das Erlernen von Anwendungssoftware eingesetzt
Am stärksten wird der Computer naturgemäß für das Erlernen von Anwendungsprogrammen für den PC eingesetzt. Nach den Ergebnissen der Umfrage lernen 15 Prozent der Internetnutzer am Computer, wie man mit einer Textverarbeitung, einem Präsentationsprogramm oder einem Internetbrowser umgeht.
11 Prozent der Befragten lernen auf ihren Job zugeschnittene Inhalte, zum Beispiel zum Thema Projektmanagement oder bei Produktschulungen. Weitere 10 Prozent erlernen mit Computer und Internet eine Fremdsprache.
Zuschuss von den Arbeitsagenturen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten nach Empfehlung des BITKOM bei Weiterbildungsmaßnahmen eine Unterstützung durch die örtlichen Arbeitsagenturen prüfen.
Im Rahmen des Konjunkturpakets II hat die Bundesregierung Hilfen für Betriebe eingeführt, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind. So übernehmen die Arbeitsagenturen die Sozialbeiträge für alle Kurzarbeiter, die sich weiterbilden. Und zwar unabhängig von Alter und Qualifikation.
Die Daten wurden in einer repräsentativen Erhebung der ARIS Umfrageforschung für den BITKOM erhoben. Dabei wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten befragt.
Quelle: BITKOM



