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02.06.2008
Kundenkontaktmanagement

Darauf müssen Sie achten, damit Ihr E-Newsletter gelesen wird

Jeder bekommt im Geschäftsleben und privat mittlerweile eine ganze Reihe von E-Newslettern. Viele werden ungeöffnet gelöscht. Doch trotzdem gibt es für fast jeden einen oder mehrere E-Newsletter, die er bewusst liest. Immer noch ist das Medium eine wirksame Methode, Kunden regelmäßig auf sich aufmerksam zu machen.

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Darauf müssen Sie achten, damit Ihr E-Newsletter gelesen wird (Foto: Rainer Sturm/pixelio)

Wenn Sie einige Regeln beachten, gehören Sie zu den Anbietern, deren Informationen gelesen werden.

Sprechen Sie die richtige Zielgruppe an

Je enger Sie das Feld derjenigen eingrenzen können, die den E-Newsletter lesen sollen, desto interessanter können Sie ihn gestalten.

Überlegen Sie, wer in Unternehmen die wichtigsten Fürsprecher für Ihre Produkte sind. Das müssen nicht immer die Entscheider sein.

Beispiel

Über den Einkauf von Maschinen für die Produktion entscheidet bei der Flamingo Verpackungsmittel GmbH in letzter Instanz der kaufmännische Geschäftsführer.

Dieser verlässt sich dabei aber stark auf das Urteil seines Produktionsleiters, weil dieser als Techniker viel mehr Ahnung hat.

In diesem Fall ist der Produktionsleiter der richtige Leser Ihres E-Newsletters.

Wählen Sie zu den Lesern passende Themen aus

Wenn Sie generell davon ausgehen können, dass Ihre Leser einen technischen Background haben, fällt die Themenauswahl leichter.

Schreiben Sie im oben genannten Beispiel z. B. über:

  • Produktionssteuerung
  • Verringerung von Umrüstzeiten
  • Neuigkeiten in der Automatisierungstechnik usw.
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Mein Tipp

In einem Newsletter geht es erst in zweiter Linie darum, etwas über Ihre Produkte und Ihr Unternehmen zu schreiben. Viel wichtiger ist es, Themen zu bringen, die Ihre Kunden dazu bringen, den E-Newsletter regelmäßig zu lesen.

Folgende Aufteilung hat sich bewährt:

  • 60 bis 80 % Informationen und Tipps, die den Leser in seiner Arbeit weiterbringen
  • 20 bis 30 % neue Produkte, Aktionen oder Veranstaltungen Ihres Unternehmens
  • max. 10 % Unternehmensinformationen

Wenn Ihre Produkte für den Leser hohe Relevanz haben (z. B. Rasenmäher für Golfplatzpfleger), darf der Anteil der Produktinformationen höher sein.

Firmeninformationen, die für den Kunden hohe Bedeutung haben (z. B. ein Wechsel seines Ansprechpartners oder eine Veränderung von Abläufen), sollten Sie nicht im Newsletter, sondern besser in einer separaten E-Mail oder einem Brief übermitteln. Die Gefahr ist sonst zu hoch, dass die Information nicht bei allen ankommt.

Schreiben Sie kurz und übersichtlich

Gut bewährt hat sich eine A4-Seite. Damit hält sich auch der Erstellungsaufwand in Grenzen. Diesen sollten Sie nämlich nicht unterschätzen.

Beachten Sie außerdem folgende Tipps:

  • Entwickeln Sie ein Standardformat, das Sie konsequent nutzen. So finden sich die Leser besser zurecht.
  • Beachten Sie Ihre Corporate Identity, um mit dem Newsletter auch Ihre Marke und Firmenidentität zu verankern.
  • Gestalten Sie das Format übersichtlich. Beschränken Sie sich lieber auf wenige Inhalte. Viele Überschriften oder Kästchen mit Themen sind anstrengend zu überblicken.
  • Bieten Sie möglichst eine Druckoption oder -datei an, damit Ihre Leser wählen können, wann und wo sie den E-Newsletter anschauen wollen.
  • Achten Sie auf ein druckerfreundliches Format mit möglichst wenigen farblich unterlegten Flächen.
  • Beschränken Sie Ihren Versand auf höchstens eine Ausgabe pro Monat. Spätestens nach 2 Monaten sollten Ihre Leser aber wieder etwas bekommen.

Diese Rechtsgrundlagen müssen Sie beachten

  1. Ein E-Newsletter darf niemals ohne Genehmigung verschickt werden. Für die Absicherung gibt es zwei gängige Verfahren:
    • Confirmed-Opt-In: Wenn ein Kunde den E-Newsletter angefordert hat, bekommt er eine E-Mail, in der die Bestellung bestätigt wird. Zusätzlich sollte der Kunde direkt in der Mail die Bestellung rückgängig machen können.
    • Double-Opt-In: Diese Variante ist mittlerweile sehr gängig und sicher. Der Besteller erhält eine E-Mail, die er zunächst durch Anklicken eines Links bestätigen muss. Erst dann wird er freigeschaltet. Weisen Sie bereits bei der Bestellung auf diese Mail hin, da sie oft in Spamfiltern hängen bleibt.
  2. Bestehenden Kunden dürfen Sie von selbst Ihre Veröffentlichung anbieten. Schicken Sie aber am besten erst ein Probeexemplar. Erhalten Sie eine Bestätigung, dann können Sie den Kunden in den Verteiler übernehmen.
  3. Geben Sie auf jedem Newsletter Ihre vollständigen Kontaktdaten an.
  4. Stellen Sie in jeder Ausgabe eine Abbestellmöglichkeit zur Verfügung. Rechtlich reicht es allerdings, wenn diese auf der Homepage zu finden ist.
  5. Behalten Sie immer einen Überblick, welche Daten Sie über Ihre Leser gespeichert haben. Rechtlich sind Sie verpflichtet, bei Nachfragen darüber Auskunft zu geben.

Bieten Sie Ihren E-Newsletter vielen Kunden an

Erzählen Sie Kunden und Interessenten von Ihrem E-Newsletter und dessen Nutzen, um neue Leser zu gewinnen. Nutzen Sie aber auch alle anderen Schriftstücke (Briefe, E-Mails, Werbung), um auf ihn hinzuweisen.

Betonen Sie dabei vor allem, dass es sich dabei nicht um Werbung, sondern praktische Informationen handelt.

Franziska Brandt-Biesler
Franziska Brandt-Biesler hat selbst lange Vertriebserfahrung gesammelt, bevor sie selbstständige Verkaufstrainerin wurde. Heute berät sie Führungskräfte bei der Optimierung des Vertriebs und führt Verkaufs- und Verhandlungsseminare durch. Im Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer engagiert sie sich in der Fachgruppe Verkauf.