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09.06.2011
Social Media Marketing

Unser Fenster zur Welt

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Blogs, Social Network, Twitter – das ist doch nur was für Internet-Freaks. Nein, weit gefehlt. Diese Zeiten sind längst vorbei. Geben Sie doch einmal die Namen von wichtigen Entscheidern aus Ihrem bisherigen Adressbestand in die Suchfunktion von Xing oder Facebook ein. Sie werden nicht nur erstaunt sein, die meisten darin zu finden, sondern auch darüber, wie aktiv diese sind.

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Mal schauen, was draußen so los ist

Mit "Social Media" sind soziale Netzwerke gemeint, die als Plattform zum gegenseitigen Austausch dienen. Die wohl bekanntesten Netzwerke sind im Moment: XING (ehemals open BC), Facebook, studiVZ, Myspace, Lokalisten, Youtube oder Flickr. Viele Unternehmen sind außerdem dazu übergegangen, eine eigene Community auf ihrer Webseite einzubinden, hauptsächlich um durch Schlagworte das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern und dadurch neue Besucher (potenzielle Kunden) auf die eigene Webseite zu ziehen, aber auch, um die Marke zu stärken oder sich als Experten zu einem bestimmten Thema zu positionieren.

Das sind die Vorteile von Social Media
Wer Massenaussendungen wie Brief, E-Mail und Fax gewohnt ist, wird die Kommunikation in sozialen Netzwerken auf den ersten Blick als sehr aufwendig empfinden. Beschäftigen Sie sich etwas näher damit, dann werden Sie viele Automatismen erkennen, die den Kommunikationsaufwand wieder reduzieren. Dazu gehören Statusmeldungen, mit denen Sie in einem Satz Ihr gesamtes Netzwerk über ein Angebot informieren können, genauso wie die Möglichkeit, Kunden und Interessenten in einer Gruppe zusammenzufassen und kostengünstig per Gruppen-Newsletter zu bewerben. Vom One-to-one-Marketing bis hin zur Unterrichtung vieler Personen auf Knopfdruck – in sozialen Netzwerken sprechen Sie sowohl die Masse als auch die Klasse an.

Verkaufen: Geht nicht? Geht doch!
Viele glauben immer noch, dass man in Social Media nicht verkaufen könne. Richtig daran ist, dass veraltete Verkaufsmethoden wie „Hard Selling“ oder Konfrontationstechniken („Kaufen Sie jetzt oder nie!“) sehr schlecht ankommen und bei Beschwerden sogar zum Ausschluss durch den Netzwerkbetreiber oder Gruppenmoderator führen können. Lernen Sie stattdessen, wie Sie sich in mehrstufigen Verfahren den Entscheidern nähern. Dabei passiert es durchaus, dass Sie erst nach mehrmaligen Kontakten Ihr eigentliches Thema anbringen. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl, Geduld und Geschick – alles Dinge, die man einüben kann.

Die Kosten reduzieren sich
Bei der Nutzung sozialer Netzwerke fallen viele Kosten weg. Datenbanken, der Kauf und die Pflege von Adressen, die Bereitstellung einer IT-Infrastruktur für das Kundenmanagement – all das stellt Ihnen ein Netzwerk wie XING für 5,00 € monatlich zur Verfügung. Das wiegt den Mehraufwand durch die zeitintensive Kommunikation häufig mehr als auf. Hinzu kommt, dass angesichts der Reizüberflutung der Zielpersonen mit klassischer Werbung kaum noch gute Ergebnisse zu erzielen sind. Hier sind Social Media deutlich im Vorteil.

Sie haben keine Wahl
Sich mit sozialen Netzwerken zu beschäftigen ist für Unternehmen mittlerweile unausweichlich geworden. Zukünftig wird die geschäftliche Kommunikation in diesem digitalen Umfeld stattfinden. Nur wer die (häufig ungeschriebenen) Netzregeln kennt und die Möglichkeiten des digitalen Networkings zu nutzen weiß, wird weiterhin erfolgreich sein. Diese Entwicklung ist bereits in vollem Gange – für viele Menschen unter 30 Jahren ist die E-Mail-Kommunikation heute schon ein Relikt vergangener Zeiten.


 

 

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Der Unternehmensblog
Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man mit einem Blog sein Unternehmen mehr als bekannt machen kann, ist der Shopblogger.de. Hier gibt der Bremer Supermarktbesitzer Björn Harste jeden Tag Erstaunliches und Verrücktes aus seinem Supermarktumfeld preis, z.B., dass das veganische Essen nun in Glasschränken eingeschlossen wird, weil es am meisten geklaut wird, oder was sich alles so im Leergutautomaten wiederfindet. Jetzt werden viele sagen: Ja wer liest denn das? Sie werden staunen, in den letzten Jahren hat sich eine regelrechte Fangemeinde des Shopbloggers gebildet, mittlerweile lesen wohl über 30.000 Besucher täglich die kuriosen Geschichten. Bremenbesucher suchen den Laden als eine Sehenswürdigkeit auf und der Shopblogger wurde sogar im Merian-Bremen-Heft erwähnt. Interessante Inhalte, Fotos und vor allem seine Authentizität sprechen für ihn.

Vorteile eines Blogs liegen auf der Hand
Gerade Unternehmen, die bislang noch über keine eigene Webseite verfügen, sollten über die Gestaltung eines Blogs nachdenken. Zahlreiche Vorteile wie etwa eine leichte Bedienungsweise, die hohe Akzeptanz von Suchmaschinen aufgrund ständiger Aktualisierungen sowie die Möglichkeit, interessante Medienformate wie etwa Videos oder Podcasts einzubinden, sprechen für einen Blog. Darüber hinaus haben Unternehmen über den Blog auch die Möglichkeit, mit Kunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren.

 

Mal über den Gartenzaun schauen

Mal über den Gartenzaun schauen ...


Tipp: Genau wie bei einer statischen Webseite können Sie den eigentlichen Blog um weitere Seiten ergänzen, auf denen Sie das Unternehmen, Ihr Portfolio, Veranstaltungen, Referenzen, Kooperationen o.Ä. vorstellen. Im Blog selbst berichten Sie über aktuelle Themen und neue Trends aus Ihrer Branche oder über gut gelungene Projekte, zudem können Sie auf Veranstaltungen hinweisen – oder was Ihnen noch so alles einfällt. Mit einem Blog sind Sie auf jeden Fall immer aktuell.
 

Twittern: Und was ist das jetzt gleich wieder?
Seit seiner Einführung im Jahr 2006 erhitzt das Echtzeitmedium Twitter die Gemüter. Die Meinungen gehen weit auseinander – von „großartig“ bis hin zu „vollkommen überflüssig“ ist alles dabei. Viele Prominente, mittlerweile auch zahlreiche Politiker, nutzen den Mikro-Bloggingdienst, um ihre Informationen hinaus in die Welt zu zwitschern. Die sogenannten „Tweets“ (Beiträge) reichen von Banalitäten wie „Ich esse gerade Bratwurst“ bis zur voreiligen Bekanntgabe von Wahlergebnissen: „Nachzählung bestätigt: 613 Stimmen. Köhler ist gewählt!“

Und wie funktioniert Twitter nun? Zunächst legen Sie sich auf der Internetseite des Dienstes twitter.com ein Profil an. Dazu haben Sie die Möglichkeit, ein Foto oder aber das Logo Ihres Geschäfts hochzuladen und den Hintergrund passend zu Ihrer Webseite zu gestalten. Nun geht es an das Verfassen von Beiträgen, die ähnlich wie bei einer SMS auf dem Handy nur aus einer begrenzten Anzahl Zeichen bestehen dürfen, nämlich 140.

Und wer liest das? Ihre Freunde, Ihre Fans – die sogenannten Follower. Umgekehrt können Sie, wenn Sie jemandem folgen, dessen Informationen lesen, antworten oder „retweeten“, also die Nachricht unkommentiert wiederholen und damit an Ihre Gefolgschaft weitertragen. Hierbei stellt man ein „RT@UrheberTwitterName“ vor die Information.

Und was bringt unserer Firma das jetzt? Bei dieser Frage scheiden sich bislang die Geister. Fakt ist jedenfalls, dass Twitter ein unglaublich schnelles Medium ist. Nachrichten verbreiten sich in Windeseile. Ein weiterer Vorteil: Es kann Traffic auf Ihre Webseite bringen. Viele Anwender nutzen Twitter nämlich, indem sie auf ihre Webseite verlinken.

Beispiel

Sie haben in Ihrem Unternehmensblog „Wir auf dem Bau“ einen neuen Beitrag, sagen wir mal, über einen neuen Baustoff, etwa eine neue Betonart, verfasst und dort die Vor- und Nachteile dargestellt. Bei diverser Blogsoftware lässt sich nun ganz einfach ein sogenannter „Share-" oder Empfehlungsbutton einbauen, d.h., Sie und jeder andere Leser auch können nun auf „Teilen/Empfehlen“ klicken und Ihren Beitrag schnell und unkompliziert über Facebook, Twitter & Co. verbreiten.
 

Die Folge: Sie erhalten mehr Leser – außerdem finden auch Suchmaschinen Tweets zu einem Thema – was wiederum bedeutet ein Leser kommt über den Weg Suchmaschine -> Tweet -> Webseite zu Ihrem Beitrag – und zu Ihrem Angebot.

Tipp: Oftmals haben Blogbeiträge sehr lange URLs. Wenn Sie diese 1 : 1 twittern würden, wären die 140 Zeichen schnell überschritten. Deshalb greifen versierte Nutzer auf eine TinyURL zurück: Einfach bei tinyurl.com die lange URL in eine kurze umwandeln, diese kopieren und am Ende Ihres Tweets einfügen.

Facebook: Wollen wir Freunde sein?
Während XING sich als Businessnetzwerk einen guten Namen gemacht hat, werden Social Networks wie Facebook und Myspace in Deutschland häufiger im privaten Bereich verwendet – Freunde treffen, Musik und Videos hochladen, spielen. Auch bei Facebook und Myspace legen Sie Ihr persönliches Profil an und können auf diese Weise mit anderen Menschen in Kontakt treten – Sie werden „Freunde“.

Ähnlich wie in Ihrem persönlichen Blog können Sie Beiträge an Ihre „Pinnwand“ schreiben, aber auch Links, Fotos und Videos hochladen. Viele kleinere Firmen sind daher mittlerweile dazu übergangen, eine Facebookseite – eine sogenannte Unternehmensseite – anzulegen. Einige erstellen sie zusätzlich zu ihrer herkömmlichen Seite und nutzen so die Effekte der Kombination: Von der Homepage bieten sie einen Link zu der Facebookseite und damit (potenziellen) Kunden die Möglichkeit, Fan ihres Unternehmens zu werden bzw. zu erklären, dass ihr Unternehmen „gefällt“. Die Facebookseite wiederum bietet möglichen „Fans“ des Unternehmens die Möglichkeit, immer auf dem Laufenden zu sein. Bedenken Sie: Auf Facebook tummelt man sich unter Umständen öfter und nimmt so Ihre Beiträge oder aktuelle Mitteilungen auf Ihrer Seite öfter wahr, während man Ihre Webseite nur dann anklickt, wenn man vielleicht etwas sucht.

Vorteile einer Unternehmensseite bei Facebook
Sie können neue Produkte oder Dienstleistungen schnell und unkompliziert präsentieren. Außerdem können Ihre Kunden Ihre Meldungen schnell weitertragen (teilen) und damit ebenfalls Empfehlungen aussprechen (Schlagwort Empfehlungsmarketing).
 
Außerdem bringt sie Traffic und damit neue potenzielle Kunden auf die eigene Webseite bzw. auch in einen vorhandenen Onlineshop.
 
Ihr Unternehmen erhält eine persönliche Note, d.h., die Kunden merken, dass sich hinter einer Marke oder einem Produkt Menschen befinden, die sich dabei etwas denken und denen etwas wichtig ist.
Eine Facebookseite ist einfach zu erstellen.
Sie ist kostenlos, es sei denn, Sie beauftragen eine Agentur, die Seite anzulegen bzw. zu verfeinern.

Der Aufwand für eine Facebookseite hält sich in Grenzen, auch wenn Sie regelmäßig etwas dafür tun müssen. Vor allem ist wichtig, dass Sie auf die Meldungen Ihrer Kunden reagieren.

Ihre Kunden reagieren persönlich auf Ihre Produkte/Ihre Leistungen – dies ist eine gute und kostengünstige Chance für Marktforschung. Aber Achtung: Auch Kritik ist möglich, auch darauf sollte unbedingt reagiert werden.

Werbebanner
Zusätzlich haben Sie auf Facebook die Möglichkeit, Werbung am Seitenrand zu buchen. Das Interessante daran ist, dass man das Werbepublikum nach Ort, Alter und Interessen auswählen kann. Dadurch erreicht man eine genauere Treffsicherheit in puncto Zielgruppenwerbung.

Erfolgreich kommunizieren in sozialen Netzwerken
Auch in sozialen Netzwerken können Sie PR betreiben – allerdings nicht durch das Angebot von Informationen, sondern durch den ständigen Dialog mit Multiplikatoren und direkt mit Ihren Zielgruppen.

Hier ist besondere Vorsicht angebracht, denn schnell ist es passiert: Durch unbedachte Äußerungen oder allzu forsches Auftreten können Sie Ihrer „Online-Reputation“ schweren Schaden zufügen oder sogar den Ausschluss aus dem sozialen Netzwerk riskieren. Achten Sie deshalb auf eine grundsätzlich konfliktfreie Kommunikation und darauf, kein „digitales Porzellan“ zu zerschlagen.

Vermeiden Sie Massenmarketing
Die Betreiber der sozialen Netzwerke versuchen schon über die vorhandenen Kontaktwerkzeuge, das massenhafte „Angraben“ von Mitgliedern zu verhindern. So sind häufig die Ansprache von Nichtkontakten und die Einladungen in Gruppen beschränkt. Befolgen Sie darüber hinaus auch die Hinweise, unter welchen Umständen eine Kontaktaufnahme erfolgen darf. So möchte z.B. Facebook, dass Sie eine Person, die Sie kontakten, schon aus anderen Zusammenhängen kennen.

XING dagegen fordert, dass sich aus dem Profil der kontakteten Person eine Gemeinsamkeit herstellen lässt (z.B. Übereinstimmungen in den Punkten „Ich suche“ und „Ich biete“). Beachten Sie auch die Regeln des Newsletterversands, wenn Sie eine Gruppe betreiben oder zu Events einladen: Neben einer vorgeschriebenen maximalen Anzahl von Zusendungen und Erinnerungen fragen Sie sich am besten vor jeder Kontaktierung: „Ist das jetzt penetrant?“ Verabschieden Sie sich auch grundsätzlich davon, kurz- und mittelfristig eine große Masse von Menschen ansprechen zu wollen – in sozialen Netzwerken geht es – außer bei den Gruppennewslettern – stets um One-to-one-Marketing.

Reden Sie um den heißen Brei
Wenn Kontakte in sozialen Netzwerken für beide Seiten gewinnbringend sein sollen, müssen sie langfristig aufgebaut werden. Deshalb ist es kontraproduktiv, schnell zur Sache zu kommen: Aussagen wie „Ich habe da ein interessantes Angebot für Sie“ sind in der Anfangsphase völlig tabu. Solche Aussagen sind nur dann willkommen, wenn Sie den Kontaktpartner schon länger kennen und einen wirklich vorhandenen Bedarf passgenau befriedigen können.

In der Regel beginnen Kontakte mit einem Small Talk, wie er häufig in Gruppendiskussionen zustande kommt: Beteiligen Sie sich an fachlichen Diskussionen und versuchen Sie, durch Wissen und als Experte zu glänzen.

Vermeiden Sie negative Emotionen
Lassen Sie sich in Gruppendiskussionen, Chats und Foren nicht zu Aussagen hinreißen, die von anderen als negativ empfunden werden können. Die Diskussionskultur verlangt grundsätzlich positive oder mindestens neutrale Äußerungen.

Wenn Sie etwas kritisieren oder missbilligen möchten, tun Sie das sehr zurückhaltend, z.B.: „Ich bin nicht ganz sicher, ob diese Interpretation ganz korrekt ist.“ Wenn Sie selbst angegriffen werden, „schlagen“ Sie nicht auf gleiche Art zurück. Vielmehr antworten Sie: „Schade, dass Sie sich auf diese Weise äußern.“ oder: „Ich glaube, die Diskussion macht jetzt keinen Sinn mehr, deshalb ziehe ich mich zurück.“ Alles andere macht keinen Sinn: Selbst wenn Sie im Recht sind, wird man Ihre häufig aus dem Zusammenhang gerissenen Einzeläußerungen später in den Suchmaschinen finden, was Ihren Ruf beschädigen kann. Wenn Sie Angriffe nicht einfach so stehen lassen möchten, bitten Sie einen guten Kontakt, in Ihrem Sinne Stellung zu nehmen und Sie zu verteidigen.

Helfen Sie, wo immer Sie können
Wann immer Ihnen dies mit vertretbarem Aufwand möglich ist: Weisen Sie niemanden mit einem Anliegen ab, ohne dies fundiert zu erklären. Begründen Sie z.B. die Ablehnung eines Kontaktwunschs mit Ihrer Netzwerkphilosophie: „Meine Ablehnung ist nicht persönlich gemeint. Vielmehr möchte ich mich nur mit Personen vernetzen, mit denen ich intensiv zusammenarbeite.“

Andere Anliegen, die Sie nicht erfüllen möchten, lenken Sie von sich auf anonyme Institutionen: „Leider kann ich aus Zeitgründen den gewünschten Kontakt nicht herstellen. Gerne wird Ihnen unsere Pressestelle unter folgender Telefonnummer weiterhelfen.“

Grenzen Sie sich sinnvoll ab
Denken Sie stets daran, dass Sie in sozialen Netzwerken häufig nach Ihren Kontakten und Gruppenzugehörigkeiten beurteilt werden. Prüfen Sie deshalb Kontaktanfragen von Personen, die Sie nicht kennen, genau: Verschaffen Sie sich zumindest einen groben Überblick über deren Kontakte und Gruppenzugehörigkeiten und nehmen Sie sich die Zeit, einen Blick auf das Profil zu werfen. Entpuppt sich ein Kontakt erst später als „Enfant Terrible“, löschen Sie den Kontakt – dies ist in den meisten Netzwerken möglich, ohne dass der Betroffene dies bemerkt.

Regeln für eine konfliktfreie Kommunikation
Keine Wertungen:
Beobachtungen und Handlungen werden beschrieben, ohne sie zu bewerten oder zu interpretieren: „Sie senden mir zum fünften Mal in dieser Woche einen Newsletter.“ (Nicht: „Sie sind ein Spammer.“)
 
Deutliche Äußerungen: Gefühlszustände werden klar signalisiert: „Ich fühle mich gestört.“ (Nicht: „Es ist Ihnen wohl egal, wenn Ihre Nachrichten niemanden interessieren.“)
 
Klare Signale: Der Wunsch nach Veränderung wird klar signalisiert: „Ich möchte keine Newsletter mehr erhalten.“ (Nicht: „Hören Sie auf, mich mit Werbung zu belästigen.“)
 
Eindeutige Aufforderungen: Aufforderungen sind keine Drohungen: „Wenn es ohne diese Newsletter nicht geht, muss ich leider Ihre Gruppe verlassen.“ (Nicht: „Andernfalls beschwere ich mich beim Netzwerkbetreiber.“)


Selbstmanagement: Effizient mit Onlinemedien umgehen
Onlinemedien sind, so spannend sie im Einzelnen sein mögen, kein Selbstzweck. Vielmehr geht es darum, ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag zu schaffen. Versuchen Sie deshalb stets, sich effizient zu organisieren. Das betrifft z.B. eine effiziente Ordnung in den Speichermedien, um Inhalte schnell zu finden und Suchzeiten zu minimieren. Nutzen Sie alle Möglichkeiten der Automatisierung, die Ihnen Ihre Software bietet.

Ziele festlegen: Definieren Sie für alle Onlinemedien, die Sie erreichen möchten, möglichst konkrete Ziele. In regelmäßigen Abständen sprechen alle Beteiligten darüber, ob man auf einem guten Weg ist und was man noch tun kann, um die angestrebten Ziele auch wirklich zu erreichen.
 
Zeitaufwand beobachten: Beobachten Sie sich beim konkreten Surfen, ob Sie wirklich zeitsparend arbeiten. Es ist nicht klug, immer wieder nach den gleichen Log-in-Daten oder bestimmten Webseitenadressen und Tools zu suchen. Das alles verhindert die Konzentration auf das wirklich Wichtige: das Zuhören, den Dialog und die Inhalte der Kommunikation. Nutzen Sie konsequent Bookmarks, RSS-Feeds, Mail-Alerts, Widgets und andere Hilfsmittel. Damit können Sie Ihre Produktivität erheblich steigern.
  
Planen und Abläufe festlegen: Wie für jede andere Arbeit auch lassen sich für den Umgang mit Onlinemedien Abläufe festlegen, z.B. Redaktions- und Personaleinsatzpläne. Ebenfalls hilfreich sind Krisenpläne, weil sie Klarheit schaffen sowie zumindest einen Ansatz von Sicherheit und Orientierung bieten, wenn das Unvorhersehbare eintritt.
 
Strukturieren: Versuchen Sie für sich und jeden Beteiligten eine Rahmenstruktur zu finden, die Orientierung und Verbindlichkeit beim Zeit- und Ressourceneinsatz ermöglicht. Definieren Sie z.B., dass Sie eine Stunde morgens und eine Stunde abends im Internet networken – nicht mehr. Hier kommt es auf Selbstbeherrschung an, da Ablenkungen im Netz allgegenwärtig sind.
 
Tipp: Egal, ob Sie sich mit Ihren Dienstleistungen und Produkten in ein solches Portal eintragen oder ob Sie auf Ihrer Webseite einen eigenen Bereich für zufriedene Kunden (Testimonials) einrichten – bitten Sie zufriedene Kunden, Ihnen eine Referenz auszustellen.

Und nun viel Spaß und Erfolg beim Social Media Marketing!

Was Sie eben gelesen haben, waren Auszüge aus einem ausführlichen Artikel von Claudia Kilian. Sind Sie an weiteren qualifizierten Informationen und Arbeitshilfen für Geschäftsführer interessiert? Schauen Sie gleich mal in unseren Titel weka.de/Die GmbH von A-Z online. Den testen Sie 14 Tage lang: unverbindlich, online und kostenlos.